Newsletter der Bucerius Law School – Juli 2014

Editorial

Dr. Hariolf Wenzler, Geschäftsführer der Bucerius Law School
Dr. Hariolf Wenzler, Geschäftsführer der Bucerius Law School

Liebe Freunde der Bucerius Law School,

bevor es in die Sommerpause geht, lohnt sich ein Blick in unseren Newsletter. Wir berichten zwar nicht anhand der beiden strategischen Entwicklungsachsen der Hochschule (Internationalität und Lebensalter der Zielgruppen), man kann den Berichten aber in ihrer Gesamtheit ansehen, dass wir beides anstreben: Unser "international outreach" zeigt sich in den Erfolgen unserer Studenten bei Moot Court Competitions in Wien und Hongkong, bei der Neuausrichtung unseres Masterprogramms, das jetzt neben dem akademischen Titel eines "Master of Law and Business (MLB)" einen "Master of Laws (LL. M.)" verleiht, und der Tatsache, dass mehrere unserer Studenten vorgeschlagen sind für das renommierte Stipendium der Bundeskanzlerin. Nicht nur internationale Bezüge, sondern auch die Orientierung auf die Zielgruppe aktiver Anwälte und Juristen im Berufsleben zeigt die Studie, die wir gemeinsam mit der Boston Consulting Group über die "disruptiven Entwicklungen im Rechtsmarkt" durchgeführt haben und die die Arbeit unseres Center on the Legal Profession in den kommenden Monaten prägen wird. Gegenstand der Untersuchung war insbesondere die Frage, ob die Trends, die man in den USA beobachten kann, in ähnlicher Weise auf Deutschland überschwappen werden.

Neben allen positiven Berichtspunkten machen auch die traurigen Momente des Lebens nicht Halt vor unserer Hochschule. Mit dem Tod von Professor Erich Samson, der nach seiner aktiven Zeit in Kiel ganz maßgeblich das Wirtschaftsstrafrecht an der Bucerius Law School geprägt hat und als Erfinder unseres Examensvorbereitungsprogramms gelten darf, verlieren wir einen der letzten "Großen" unter den Juristen. Wir verdanken ihm viel und werden ihn in guter Erinnerung behalten. Als Aufforderung für uns heißt dies, sicherlich ganz in seinem Sinne: Carpe Diem!

Ihr
Hariolf Wenzler

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NACHRUF PROFESSOR SAMSON

Mit Erich Samson geht ein großer Strafrechtswissenschaftler, Hochschullehrer, Herausgeber (u.a. Systematischer Kommentar zum StGB, wistra) und Strafverteidiger von uns. Wer ihn in Vorlesungen, Seminaren und Besprechungen erlebt hat weiß, dass er die außerordentliche Gabe hatte, auch hochkomplexe Sachverhalte und Rechtsfragen innerhalb kürzester Zeit sauber zu analysieren und mit einfachen Worten einer zumindest gut vertretbaren Lösung zuzuführen. Ihm dabei zuzuhören oder gar mitzudiskutieren machte einfach Spaß! Erich Samson sprühte vor Ideen. Die große Zahl seiner Doktoranden und Habilitanden zeigt, dass er viele für das Strafrecht begeistern konnte. Mit seiner Art, Strafrechtswissenschaft zu betreiben, insbesondere die Scheu vor Autoritäten oder tradierten Meinungen abzustreifen und Fragen wie Antworten in klaren Worten zu formulieren, bleibt er uns ein leuchtendes Vorbild.

Prof. Dr. Thomas Rönnau, Lehrstuhlinhaber Strafrecht

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FORSCHUNG UND LEHRE

TRANSATLANTIC LAW FORUM

Competition – transatlantische Perspektive auf ein interdisziplinäres Phänomen

Professor Douglas Ginsburg bei der Beantwortung von Fragen anderer Teilnehmer beim diesjährigen 7. Transatlantic Law Forum.
Professor Douglas Ginsburg bei der Beantwortung von Fragen anderer Teilnehmer beim diesjährigen 7. Transatlantic Law Forum.

Am 10. und 11. Juni 2014 war die Bucerius Law School bereits zum vierten Mal Gastgeberin des Transatlantic Law Forum, einer gemeinsamen Initiative mit der George Mason School of Law, Virginia und des Council on Public Policy, Bayreuth. Das Transatlantic Forum ist ein Netzwerk aus Anwälten, Wissenschaftlern, Journalisten und Politikern zur Förderung des transatlantischen Dialogs über aktuelle Fragestellungen aus den Bereichen Recht und Public Policy.

Die diesjährige Konferenz stand ganz im Zeichen des Wettbewerbs. In einer Vielzahl von Diskussionsrunden erörterten die Teilnehmer die Auswirkungen rivalisierenden Verhaltens von unterschiedlichen Akteuren in Politik, Wirtschaft, Recht und Religion. Daneben wurden Formen wohlwollenden Wettbewerbs, insbesondere die Auflösung des vermeintlichen Widerspruchs zwischen Wettbewerb und Kooperation, lebhaft diskutiert. In der "Luncheon Address" zum Thema "Competition and the Administrative State" stellte Professor Douglas Ginsburg (Professor der George Mason School of Law, Richter am US Court of Appeals) eine parallele Entwicklung in der US-Rechtsprechung und bei den europäischen Wettbewerbsbehörden hin zu einem stärker ökonomischen Ansatz im Kartell- und Wettbewerbsrecht dar. Bestehende Unterschiede bei der Beurteilung von Unternehmensfusionen führte Ginsburg auf kulturelle Differenzen zurück, wie etwa ein unterschiedliches Maß an Vertrauen in die Fähigkeit der Märkte zur Selbstregulierung.

Annalena Brokering, Studentin

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DLA PIPER IP LECTURE SERIES

"Das Urteil des BVerfG zur Zusammensetzung des ZDF-Rundfunkrats"

Dr. Werner Hahn vom Norddeutschen Rundfunk.
Dr. Werner Hahn vom Norddeutschen Rundfunk.

Als im Jahre 2009 der auslaufende Vertrag des beliebten Chefredakteurs Nikolaus Brender vom unionsdominierten Aufsichtsgremium des ZDF aus politischen Motiven nicht verlängert wurde, traten wieder einmal die erheblichen Einflussmöglichkeiten der Politik auf die Rundfunkregulierung in Deutschland zutage. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) erklärte in seiner Entscheidung vom 25. März 2014 den ZDF-Staatsvertrag in maßgeblichen Teilen für verfassungswidrig und forderte eine Begrenzung des Einflusses der Politik auf Personalentscheidungen auf höchstens ein Drittel, um dem Gebot der Staatsferne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gerecht zu werden. Dieses Drittel soll Angehörige des Parlaments oder der Regierung sowie leitende Beamte und von politischen Parteien ausgewählte Mitglieder umfassen.

Um einen Überblick über die Entscheidung und ihre Folgen zu geben, lud das Center for Transnational IP, Media and Technology Law and Policy (IP Center) der Bucerius Law School Dr. Werner Hahn, Justiziar des NDR, am 19. Mai 2014 zu einer DLA Piper IP Lecture ein. Nach einer Analyse der Entscheidung wurden Alternativen zur Lösung des BVerfG diskutiert. Letztlich wurde aber die Drittelgrenze befürwortet, da das BVerfG den Personenkreis weit genug fasse. Ferner gab Hahn einen Einblick in die Praxis des NDR, bei dem früher eine "Parteiverfilzung" bemängelt wurde, dessen Entscheidungsgremien aber inzwischen nahezu frei von Staatsvertretern seien. Das Bucerius IP Center bedankt sich bei seinem Gründungspartner DLA Piper für die Unterstützung.

Constantin Blanke-Roeser, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bucerius IP Center

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VERANSTALTUNGSREIHE ZUM GESELLSCHAFTSRECHT

Dr. Andreas Meyer spricht über das Aktienemissionsgeschäft

Dr. Andreas Meyer (rechts) und Professor Dr. Rüdiger Veil
Dr. Andreas Meyer (rechts) und Professor Dr. Rüdiger Veil

Am 27. Mai 2014 setzte das Institut für Unternehmens- und Kapitalmarktrecht (IUKR) seine Veranstaltungsreihe zum Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht fort. Gast war dieses Mal der Rechtsanwalt und Banksyndikus Dr. Andreas Meyer, der bei der Deutschen Bank das Emissions- und Beratungsgeschäft in Deutschland betreut. Passend dazu war auch das Vortragsthema gewählt: Diskutiert werden sollten die "Rechtsfragen des Aktienemissionsgeschäfts".

Als Einstieg erläuterte Meyer dazu zunächst den Sinn und Zweck eines Prospektes im Kapitalmarktrecht. Ein solcher wird benötigt, wenn Wertpapiere zum Börsenhandel im regulierten Markt zugelassen werden sollen oder ein öffentliches Angebot von Wertpapieren unterbreitet wird. Nachdem Meyer verdeutlicht hatte, wie aufwändig die Erstellung eines solchen Prospektes ist – hierfür sind im Regelfall mindestens drei Monate zu veranschlagen –, untersuchte er die möglichen Ausnahmen von der Prospektpflicht. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde das neu gewonnene Wissen an mehreren von Meyer vorbereiteten Fällen erprobt. Diese wussten den Stoff von Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht sinnvoll zu verknüpfen, sodass die Veranstaltung besonders für die Teilnehmer des Schwerpunktbereichs, aber auch für alle anderen Zuhörer die Möglichkeit bot, den eigenen Wissensstand nochmals zu überprüfen. Danach ließ man den Abend der üblichen Praxis entsprechend mit Brezeln und Wein gemütlich ausklingen.

Gerrit Bulgrin, wissenschaftlicher Mitarbeiter

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NOTARRECHTLICHES ZENTRUM FAMILIENUNTERNEHMEN

Werkstattgespräch zur Unternehmensnachfolge

Im Veranstaltungskalender der Bucerius Law School mittlerweile fest etabliert sind die im Oktober stattfindenden wissenschaftlichen Jahrestagungen des Notarrechtlichen Zentrums Familienunternehmen (NZF). Neu hinzugekommen ist vonseiten des NZF nunmehr das betont praxisnahe Veranstaltungsformat "Werkstattgespräch", das am 10. Juni 2014 erstmals – erfolgreich – erprobt wurde. Die Jungunternehmerinnen Mareike Engelberg (Siebe Ostendorp Druckerei und Verlag GmbH), Anne Molter (Musch GmbH & Co. KG) und Anita Scheller (Kunstmühle Reisgang Josef Scheller GmbH) teilten mit rund 80 Gästen – Vertretern verschiedener rechts- und wirtschaftsberatender Berufe, Wissenschaftlern sowie Familienunternehmern – ihre Erfahrungen im Zusammenhang mit den Nachfolgeprozessen in ihren Familienunternehmen, die sie gegenwärtig in jeweils unterschiedlichen Stadien durchleben.

Thematische Schwerpunkte des Gesprächs waren die Kommunikation zwischen den Generationen sowie innerhalb der nachfolgenden Generation – insbesondere zwischen geschäftsführenden und nichtgeschäftsführenden Nachfolgern –, die langfristige Gewährleistung der Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit in Familienunternehmen sowie die Rolle von Beratern bei der Nachfolgeplanung und -umsetzung.

Die nächste Jahrestagung des Notarrechtlichen Zentrums Familienunternehmen wird am 31. Oktober 2014 unter dem Generalthema „Familienunternehmen im Wandel“ stattfinden. Nähere Informationen (einschließlich des Anmeldeformulars) sind unter http://goo.gl/ETskmL abrufbar.

Dr. Christian Bochmann, wissenschaftlicher Assisstent

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KAPITALMARKTAUFSICHT - EINBLICKE AUS DER PRAXIS DER BAFIN

Christian Dier berichtet über Stimmrechtsmitteilungen und Ad-hoc-Publizität

Christian Dier (links) und Professor Dr. Rüdiger Veil
Christian Dier (links) und Professor Dr. Rüdiger Veil

Kapitalmarktrechtliche Sachverhalte wie die gescheiterte Übernahme von VW durch Porsche haben in den letzten Jahren über die juristische Fachöffentlichkeit hinaus hohe Wellen geschlagen. Darüber, wie die Aufsicht über die Kapitalmärkte und die Bearbeitung solcher Fälle in der Praxis funktioniert, hat Regierungsdirektor Christian Dier den Studierenden des Schwerpunktbereichs Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht in einem Praktikervortrag am 3. Juni 2014 eindrücklich berichtet.

Der Leiter des Referats für Überwachung der Leerverkäufe und Ad-hoc-Publizität der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) führte zunächst in die komplexen Organisationsstrukturen der Kapitalmarktaufsicht ein, um sich anschließend den Themenbereichen der Mitteilung bedeutender Stimmrechtsanteile und der Ad-hoc-Publizität zuzuwenden. Dier legte dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Auswirkungen der Reformen der jüngsten Vergangenheit und die Europäisierung der Kapitalmarktregulierung. Die teilweise bereits verabschiedeten Neuregelungen seien von erheblicher Tragweite für die Zukunft der deutschen Aufsichtspraxis, böten im Detail aber auch Anlass zu Kritik.

Ausgehend von diesem Einblick in Recht und Praxis der Kapitalmarktaufsicht entwickelte sich eine lebhafte und fruchtbare Diskussion, welche im Anschluss an die Veranstaltung noch bei Brezeln und Wein fortgeführt wurde.

Alexander Brüggemeier, wissenschaftlicher Mitarbeiter

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TRENDS IN THE LEGAL MARKET

Boston Consulting Group legt Studie vor

V.l.n.r.: Dr. Christian Sellmann, Andreas Wagner, Dr. Hariolf Wenzler, Birte Gall
V.l.n.r.: Dr. Christian Sellmann, Andreas Wagner, Dr. Hariolf Wenzler, Birte Gall

Am 6. Juni übergaben Andreas Wagner, Associate, und Dr. Christian Sellmann, Principal bei der Boston Consulting Group (BCG, beide links im Bild) der Hochschule eine Studie über "Trends in the Legal Market – Disruptions, Evolutions or just Hype?". BCG ist der Bucerius Law School als Partner seit Jahren verbunden, wobei ein Teil der Förderung in einer breit angelegten Strategiestudie jedes Jahr besteht. Für die Bucerius Law School und ihre Tochter, die Bucerius Education GmbH, stellen sich strategische Fragen aufgrund der erkennbaren Veränderungen im Markt für Rechtsberatung. Themen wie die Sequenzialisierung der Beratungsdienstleistung, Legal Process Outsourcing, Einsatz von Technologien zur Optimierung von Prozessen und der über alle Bereiche hinweg geltende Kostendruck, der zu Innovationen zwingt, waren Gegenstand der Untersuchung.

Die beiden Geschäftsführer der Bucerius Law School und der Education GmbH, Dr. Hariolf Wenzler und Birte Gall (beide rechts im Bild), zeigten sich beeindruckt von der Qualität und Tiefe der Studie, aus der sich unmittelbare Handlungsoptionen ergeben. Die Ergebnisse werden zum einen in die Arbeit des Bucerius Center on the Legal Profession einfließen und bei der Jahrestagung im Herbst der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Zum anderen wird die Bucerius Education GmbH unter der Bezeichnung "Bucerius Information and Research Center" einen eigenen Dienstleister an den Markt bringen, der Literaturrecherche, Urteilssuche und Kurzgutachten für Kanzleien und Rechtsabteilungen von Unternehmen anbietet.

Dr. Hariolf Wenzler, Geschäftsführer

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Scholarship

MLB Student awarded prestigious German Chancellor Fellowship Programme scholarship

Mellany Moreira, MLB Class‘14
Mellany Moreira, MLB Class‘14

Mellany Nascimento Moreira, a current MLB Student and graduate of the Law School of Universidade Católica do Salvador – UCSal, has been awarded a scholarship from the Alexander von Humboldt Foundation for the German Chancellor Fellowship Programme. The German Chancellor Fellowship Programme is targeted at graduates from Brazil, China, India, Russia and the USA.  The fellowship provides young leaders of tomorrow the opportunity to spend a year in Germany networking with other prospective leaders from abroad to consider new solutions to the global issues affecting the world today. The participants of this programme develop their own research projects and act as intermediaries between their home countries and Germany. Through this programme, Germany strengthens its position as a destination for intercultural exchange and as a meeting place for international future leaders.

The selection process for this highly competitive scholarship from the Alexander von Humboldt Foundation takes place in 2 stages, after the submission of the application documents, pre-selected candidates are invited to Bonn to participate in a variety of activities including meetings and individual interviews with the selection committees, group discussions on a relevant topic given to the candidate minutes prior the discussion and presentations of the candidates project. Once the successful candidates have been selected, they are invited to a seminar where further details of the fellowship programme are provided.

As one of the first Brazilians selected for the German Chancellor Fellowship Programme, Mellany’s project addresses "The Legal and Business Impact of Brazil Ratifying the Convention of International Sales of Goods (CISG): A comparison of the development of the CISG in Germany, its future development in Brazil, and its potential impact on Intellectual Property contracts". The Bucerius Law School will be the German host institution for this project.

Jennifer Gay, Social Projects Coordinator Masterprogramm

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EXKURSION DES ARBEITSRECHTLICHEN SCHWERPUNKTS

Kliemt & Vollstädt lädt nach Düsseldorf ein

Am 5. Juni 2014 folgten Professor Dr. Matthias Jacobs und sein diesjähriger Schwerpunkt "Arbeit, Wirtschaft und Soziales" der großzügigen Einladung der arbeitsrechtlichen Kanzlei Kliemt & Vollstädt in ihre Düsseldorfer Zentrale zu einem Blockseminar.

Nach einem Mittagessen in den Räumen der Kanzlei im Düsseldorfer Hafen stellten drei Studierende ihre Seminararbeiten vor: "Die Abgrenzung von (Schein-)Werk- und Dienstverträgen zur Arbeitnehmerüberlassung", "Die Vermeidung der Arbeitnehmerüberlassung durch Gemeinschaftsbetriebe" und "Streikbruchklauseln in den Tarifverträgen der Zeitarbeitsbranche" wurden im Anschluss lebhaft diskutiert. Dr. Alexander Ulrich und Dr. Corinna Verhoek, beide Partner der Kanzlei, konnten den Studierenden dabei mit zahlreichen Beispielen aus ihrem Arbeitsalltag die Relevanz und Vielfältigkeit der Seminarthemen verdeutlichen.

Auf die Diskussion folgte eine Kanzleivorstellung und -führung durch Herrn Ulrich sowie eine Fragerunde zum Arbeitsalltag und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Später dann lernten die Studierenden zahlreiche Anwälte der Kanzlei in der entspannten Atmosphäre eines Italieners kennen, bei dem gemeinsam zu Abend gegessen wurde. Von dort aus zogen Professor Dr. Jacobs und seine Studierenden in Begleitung von Dr. Marcus Bohnau, ebenfalls Partner der Kanzlei, weiter und erkundeten gemeinsam das Düsseldorfer Nachtleben. An dieser Stelle der Kanzlei noch einmal herzlichen Dank für das spannende Seminar und die großzügige Unterstützung!

Mary Christina Kurusumuthu, Studentin

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DISSERTATION ABGESCHLOSSEN

Wolfgang H. Wittek wird mit Arbeit im Arbeitsrecht promoviert

V.l.n.r.: Wolfgang Wittek, Professor Dr. Matthias Jacobs.
V.l.n.r.: Wolfgang Wittek, Professor Dr. Matthias Jacobs.

Am 15. Mai 2014 schloss Wolfgang H. Wittek seine Promotion mit einem Vortrag zum Thema "Betriebsbedingte Kündigung: Die anderweitige Beschäftigungsmöglichkeit im Ausland" erfolgreich ab. Seine Dissertation mit dem Titel "Soziale Netzwerke im Arbeitsrecht" wurde von Professor Dr. Matthias Jacobs, Lehrstuhl für Privatrecht, Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Zivilprozessrecht, betreut.

In seiner Dissertation befasst sich Wittek mit den Auswirkungen der Nutzung sozialer Netzwerke auf die Arbeitswelt und untersucht diese aus arbeits- und datenschutzrechtlicher Sicht. Er thematisiert beispielsweise die Frage der rechtlichen Zulässigkeit einer Bewerberrecherche in sozialen Netzwerken sowie das Problem, ob und inwieweit Aktivitäten in sozialen Netzwerken einen Kündigungsgrund darstellen können. Wittek kommt in seiner Dissertation zu dem Ergebnis, dass Arbeitgeber soziale Netzwerke aufgrund ihrer weiten Verbreitung im Alltag nicht (mehr) ignorieren können. Zwar fehlen spezielle gesetzliche Regelungen auf diesem Gebiet, jedoch lassen sich die meisten Probleme mit den herkömmlichen arbeitsrechtlichen Grundsätzen lösen. Um verbleibenden rechtlichen Unsicherheiten und Konflikten im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken vorzubeugen, empfiehlt sich für Arbeitgeber die Einführung einer sog. Social Network Policy.

Wolfgang H. Wittek ist Absolvent der Bucerius Law School (Jahrgang 2006). Im Juni 2014 wird er sein Referendariat am Oberlandesgericht Celle abschließen.

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DISSERTATION ABGESCHLOSSEN

Ramona Francuski legt Arbeit zur "Prozeduralisierung im Wirtschaftsstrafrecht" vor

V.l.n.r.: Professor Dr. Thomas Rönnau, Professor Dr. Anne Röthel, Ramona Francuski, Professor Dr. Jörn Axel Kämmerer
V.l.n.r.: Professor Dr. Thomas Rönnau, Professor Dr. Anne Röthel, Ramona Francuski, Professor Dr. Jörn Axel Kämmerer

Mit der mündlichen Prüfung wurde am 27. Mai 2014 das Promotionsverfahren von Ramona Francuski erfolgreich abgeschlossen. Ihre Dissertation mit dem Titel "Prozeduralisierung im Wirtschaftsstrafrecht" wurde von Professor Dr. Thomas Rönnau betreut, an dessen Lehrstuhl sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war. Sie ist Absolventin der Bucerius Law School (Jg. 2005) und derzeit Referendarin am Hanseatischen Oberlandesgericht.

Francuskis Dissertation behandelt die Frage, ob im Wirtschaftsstrafrecht – vergleichbar etwa mit den Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch in den §§ 218 ff. StGB – Verfahrensregeln zur Auslotung des strafbaren Bereichs herangezogen werden können. Der Gedanke ist bereits in der aktuellen Rechtsprechung des BGH, wenngleich bislang nur auf wenige Fallgruppen bezogen und wenig systematisiert, zu finden. Diese Ansätze aus der Kredit- und Spendenuntreue sowie aus dem Bereich der Korruption durch sogenanntes "Einladungssponsoring" will sie im Untreue-, Insolvenz- und Korruptionsstrafrecht fruchtbar machen und strukturiert ausdehnen.

In ihrem Vortrag setzte sich Francuski schließlich mit der "Neuregelung der Abgeordnetenbestechung (§ 108e StGB)" als möglichem "Erwachen aus dem gesetzgeberischen Dornröschenschlaf" auseinander. Nach kritischer Analyse des neugefassten Tatbestandes gelangte sie zu dem Ergebnis, dass die Einführung des Paragraphen zwar ein Schritt in die richtige Richtung zur weitergehenden Kriminalisierung der Korruption in Volksvertretungen sei; dennoch stellte sie abschließend ergänzende Änderungsvorschläge zur Diskussion, die den strafbaren Bereich noch weiter ausdehnen sollen.

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VERANSTALTUNGEN

WIE EIN SCHLECHTER FILM

Glenn Greenwald und die NSA-Enthüllungen

Greenwald schockierte die Welt mit Informationen über die weitreichenden Befugnisse der Geheimdienste
Greenwald schockierte die Welt mit Informationen über die weitreichenden Befugnisse der Geheimdienste

Kurz nach seinem Treffen mit Edward Snowden in Moskau sprach Glenn Greenwald am 22. Mai 2014 vor vollen Rängen über seine Arbeit mit Edward Snowden, die Macht der Geheimdienste und die Rolle des Journalismus. Greenwald ist einer der Verfechter der freien Presse, der sich über die Enthüllungsverbote der USA hinweggesetzt hat. Er zeigte damit, dass sich Journalisten wieder ihrer wahren Aufgabe zuwenden sollten: es den Großen und Mächtigen ein wenig ungemütlich zu machen.

Greenwald stellte sein neues Buch "Die globale Überwachung" vor und schien froh zu sein, das Buch endlich geschrieben zu haben: Den Rucksack mit sensiblen NSA-Daten, den er selbst beim Lebensmitteleinkauf mitnehmen musste, kann er nun endlich zu Hause lassen. Auch Edward Snowden, den er als "Austauschstudenten aus Iowa in Moskau" bezeichnete, gehe es den Umständen entsprechend gut. Unter Rufen aus dem Publikum, dass Snowden in Deutschland Asyl gewährt werden sollte, erzählte Greenwald, dass die Freiheit und der Gedanke, große Veränderungen vollbracht zu haben, ihn glücklich machten. Auf die kritische Nachfrage, ob Snowdens Enthüllungen tatsächlich Veränderungen bewirkt hätten, reagierte der Journalist optimistisch. Die Welt wisse jetzt von den Ausspähmethoden der NSA, die nach dem Motto "sniff it all, exploit it all, collect it all" Menschen ausspioniere. Er sei zuversichtlich, dass der Schock der Enthüllung, wie einfach Geheimdienstmitarbeiter an persönliche Daten gelangten, zu  Veränderungen führen werde. Privatsphäre, auch im Netz, sei ein Grundbedürfnis der Menschheit.

Isabella Naujoks, Studentin

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WIE VIEL SCHUTZ BRAUCHEN EHE UND FAMILIE?

Professor Dr. Anne Röthel zu Gast beim 13. Karlsruher Verfassungsgespräch

Professor Dr. Anne Röthel
Professor Dr. Anne Röthel

Am 22. Mai 2014 nahm Professor Dr. Anne Röthel, Inhaberin des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Europäisches und Internationales Privatrecht, am 13. Karlsruher Verfassungsgespräch teil. Sie diskutierte unter der Moderation von Jörg Schönenborn mit Vertretern der katholischen und evangelischen Kirche sowie von der CDU und den Grünen über die Aufgaben des Rechts und die Rolle der Verfassung zum Schutz von Ehe und Familie.

Anlass des Gesprächs bildeten die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zur Sukzessivadoption durch Lebenspartner und zum Ehegattensplitting. Röthel meinte, dass sich in diesen Entscheidungen kein grundsätzlich gewandeltes Verständnis von Ehe und Familie widerspiegelt. Vielmehr habe das BVerfG in erster Linie gesellschaftliche Veränderungen aufgenommen, wie sie sich in den Entscheidungen des Gesetzgebers für die Lebenspartnerschaft widerspiegele. Dass Adoption und Steuersplitting auf diese Weise so in den Vordergrund gerückt sind, bedauerte sie indes. Dies verdecke die ungleich größere Bedeutung von Pflegeverhältnissen und vor allem, dass es sich beim Ehegattensplitting um eine eigentlich nicht mehr zeitgemäße Ausgestaltung von einem steuerlichen Privileg handele. Schließlich würden mit dem Steuersplitting diejenigen Ehen besonders entlastet, bei denen die Einkommensdifferenz besonders hoch sei, also die klassische Hausfrauenehe, die heute nicht mehr das Leitbild des familienrechtlichen Gesetzgebers sei.

Charlotte Riesenhuber, Studentin

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"BERUFE IM IP - SCHÖNE KÜNSTE, GROßE MARKEN UND MEHR"

Gemeinsame Veranstaltung von Bucerius IP Center und Studium professionale

Dr. Annemarie Bloß von DLA Piper, Gründungspartner des Bucerius IP Center
Dr. Annemarie Bloß von DLA Piper, Gründungspartner des Bucerius IP Center

Der gewerbliche Rechtsschutz und das Urheberrecht werden, wie auch das Medienrecht, in der juristischen Ausbildung in der Regel nicht als Pflichtfach behandelt, sodass Studierende diesen faszinierenden Rechtsgebieten allenfalls in Wahlfächern oder -stationen begegnen. Daher luden das Center for Transnational IP, Media and Technology Law and Policy (Bucerius IP Center) und das Studium professionale zu einer gemeinsamen Sonderveranstaltung am 15. Mai 2014 in den Moot Court ein.

Drei Praktikerinnen aus verschiedenen Bereichen des gewerblichen Rechtsschutzes gewährten Einblicke in ihren Berufsalltag, bevor sie im zweiten Teil des Abends anhand des "Kölner Goldbären-Verfahrens" (Haribo vs. Lindt) beispielhaft einen praktischen Fall durchspielten. Eva Manthey, Justiziarin von tesa SE, stellte darin die Perspektive einer Unternehmensjuristin dar, deren Aufgabe es ist, im Falle von Verletzungen eigener Immaterialgüterrechte die möglichen Vorgehensweisen abzuwägen. Demgegenüber nahm Dr. Annemarie Bloß von der Sozietät DLA Piper die Position der rechtlichen Vertretung des vermeintlichen Verletzers ein. Schließlich befasste sich Frau Marianne Grabrucker, Vorsitzende Richterin am Bundespatentgericht i.R., mit der Rolle des Gerichts. Dabei wurde betont, dass im gewerblichen Rechtsschutz für technische Fragen Fachpersonen herangezogen werden, sodass eigenes technisches Wissen im juristischen Alltag kaum erforderlich ist. Hingegen sind wegen der internationalen Bezüge vieler Fragestellungen Sprachkompetenzen von großem Vorteil.

Constantin Blanke-Roeser, Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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STUDIUM GENERALE

DIE ETHISCHE MUSIKALITÄT

Professor Dr. Klaus Leisinger über die Verantwortung der Wirtschaft zum ethischen Handeln

Leisinger hofft, dass auf Dauer mehr Anreize für moralisches Handeln in der Wirtschaft geschaffen werden
Leisinger hofft, dass auf Dauer mehr Anreize für moralisches Handeln in der Wirtschaft geschaffen werden

Am 4. Juni 2014 lud die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius in Kooperation mit der Karl Schlecht Stiftung zum letzten Vortrag der Reihe "Markt, Mensch und Moral" ein. Professor Dr. Klaus Leisinger, Professor für Soziologie an der Universität Basel, sprach über das ethische Bewusstsein der Ökonomie und plädierte für einen Umschwung in der Politik, um Anreize zu moralischerem Handeln zu schaffen.

Immer wieder sei der Westen schockiert von Unternehmen, die in Dritte-Welt-Ländern zu Hungerlöhnen Kleidung produzieren lassen. Schaue man sich die Sache genauer an, so handele das Unternehmen jedoch legal, so Leisinger. Doch ist das eine Rechtfertigung für unmoralisches Handeln? Darf ein Unternehmen allein zu seinem eigenen Profit handeln?

Leisinger plädierte zwar dafür, Toleranz für andere Moralitätsvorstellungen zu gewinnen, da Moral ein wandelbarer Begriff sei. Jedoch sei es Rolle der Ethik, bestimmte Moralvorstellungen auf ihre Werthaltigkeit zu analysieren. Um die Unternehmen nachhaltig aus der Grauzone zwischen lokaler Legalität und internationaler Legitimität herauszuholen, müsste die Politik insgesamt größere Anreize zu ethischem Handeln schaffen.

Leisinger ist der Auffassung, dass Unternehmen schon viel sensibler für moralisches Handeln geworden seien – er nennt das die "ethische Musikalität". Aber erst, wenn es kein systembedingtes Auseinanderfallen von wirtschaftlich adäquatem und moralischem Handeln mehr gebe, könne die Wirtschaft den Anforderungen zum ethischen Handeln langfristig genügen.

Isabella Naujoks, Studentin

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VON WEGEN UNKREATIV

Scribblebook-Workshop an der Bucerius Law School

Konzentrierte Arbeit am Malbuch
Konzentrierte Arbeit am Malbuch

In diesem Trimester konnten die Studierenden im Rahmen des Studium generale in einem Illustrations-Workshop unter Beweis stellen, dass Juristen gar nicht so unkreativ sind wie behauptet. In der vierteiligen Unterrichtsreihe bekamen die Studierenden vom Bilderbuchkünstler Tobias Krejtschi nicht nur Tipps und Tricks zum Charaktere-Malen und Ideensammeln, sondern entwickelten gemeinsam das Konzept für ein neues Präsent: das interaktive "Bucerius Law School Scribble Book".

Als Thema wählten die Studenten den Bezug zum Campus. So müssen Kinder durch einen Irrgarten den Weg zum Staatsexamen finden, ohne vom bösen Null-Punkte-Fuchs oder dem bücherfressenden Bibliotheks-Monster aufgehalten zu werden. Auch Ebelin und Gerd Bucerius, die Campus-Enten, dürfen nicht fehlen und watscheln fröhlich durch die verschiedenen Bilder, während Professor Dr. Doris König als Bundesverfassungsrichterin von den Kindern hoffentlich eine sehr farbenfrohe Robe verpasst bekommen wird.

Eine gute Gelegenheit, um zu beweisen, dass in den Studierenden mehr Talente schlummern als Lehrbücher zu wälzen und Gutachten zu schreiben. Vier Stunden pro Unterrichtseinheit wurden geboten, in denen sie vom Studienalltag abschalten und ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten.  Und das Malbuch, das Mitte Juli fertiggestellt sein soll, wird nicht nur den Kindern von Vortragenden, sondern bestimmt auch dem einen oder anderen Studierenden Spaß bereiten.

Isabella Naujoks, Studentin

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ZWISCHEN "WELTPOLIZEI" UND "RESPONSIBILITY TO PROTECT"

Podiumsdiskussion über militärischen Interventionismus

Die Sprecher der politischen Hochschulgruppen mit ihren Podiumsgästen und Moderator Professor Dr. Jasper Finke
Die Sprecher der politischen Hochschulgruppen mit ihren Podiumsgästen und Moderator Professor Dr. Jasper Finke

Am 11. Juni 2014 luden die politischen Hochschulgruppen der Bucerius Law School alle Studierenden ein, um mit den Vertretern von vier Parteien über militärische Interventionen Deutschlands zu sprechen. Der Abend wurde moderiert von Professor Dr. Jasper Finke und klang nach intensiv geführter Diskussion wie gewöhnlich mit einer Cocktailparty aller politischen Hochschulgruppen auf dem Campus in gemütlicher Runde aus.

Für die DIE LINKE.BLS. forderte Jan van Aken, Mitglied des Bundestages, von militärischem Eingreifen in Krisengebieten grundsätzlich abzusehen. Krisensituationen seien immer schon weit genug im Vorhinein abzusehen, um rechtzeitig mit diplomatischen Mitteln eingreifen zu können. Helmut W. Ganser, Brigadegeneral a.D., nahm für die Juso-Hochschulgruppe teil und mutmaßte, dass der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr künftig zu zurückhaltender Politik führen könne. Bewaffnete Auslandseinsätze hält er als Ultima Ratio allerdings auch dann noch für ein probates Mittel. Alessandro Scheffler, Koordinator des M.A. International Security Studies Program, vertrat den RCDS und sprach sich für den gleichzeitigen Einsatz von politischen und militärischen Mitteln aus. Die Liberale Hochschulgruppe stellte Lasse Roth, Marineoffizier und Mitglied im Bundesvorstand der Jungen Liberalen. Auch er sah militärische Interventionen als Ultima Ratio und forderte eine zivile Begleitstrategie zu Auslandseinsätzen. Außerdem machte er sich für die Möglichkeit stark, mehr mit Wirtschaftssanktionen zu arbeiten.

Samuel Weitz, Student

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STILL LIFE – EIN STÜCK ÜBER DAS LEBEN

Theatergruppe begeistert beim Premierenauftritt

Szene aus "Still Life"
Szene aus "Still Life"

Ein Jahr Arbeit lag hinter der aus Studierenden bestehenden Theatergruppe, als sie am 27. Mai 2014 zur Premiere ihres Stückes in den Moot Court lud. Hier zeigten Daria Bayer, Philipp Eschenhagen, Benjamin Fischer, Constanze Hünting, Leokadia Melchior, Nadia Noetzel, Hauke Pagel, Paul Petterson und Simon Reetz "Still Life" von Alexander Dinelaris.

Den Einstieg bildete die wirre und apokalyptische Rede der berühmten Fotografin Carrie-Ann, die von den Gedanken an ihren zuvor verstorbenen Vater verfolgt wird und seither keine Fotos mehr machen kann. Später lernt sie den erfolgreichen Trendforscher und ihren zukünftigen Partner Jeff kennen, der überraschend berührt von ihrem letzten Werk ist – einer Serie über tote Hühner. Parallel dazu verläuft die Geschichte von Adam, einem beruflich wie privat gescheiterten und durch Jeff ersetzten Werbetexter, und die seines herrischen Ex-Chefs Terry.

Nicht nur die grandiosen Leistungen und das perfekte Zusammenspiel der Darsteller begeisterten an diesem Abend die Zuschauer. Hinzu kamen die Gestaltung der Bühne, die mitten durch den Moot Court verlief, sowie der außergewöhnliche Effekt, dass zur Ansicht von Fotos eine große Leinwand hinter dem Publikum verwendet wurde. Nach tosendem Applaus und Danksagungen, vor allem an die Regie (Liz Rech und Annika Scharm), begaben sich Schauspieler wie Zuschauer gemeinsam zu Brezeln und Wein in die Rotunde und anschließend zur rauschenden Premierenfeier in die Students Lounge.

Antonia von Treuenfeld, Studentin

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STUDIUM PROFESSIONALE

AUTOFAHREND ZEITUNG LESEN – NUR NOCH EINE FRAGE DER ZEIT?

Pilotiertes Fahren und rechtliche Herausforderungen

Andreas Buchberger, Rechtsanwalt und Syndikusanwalt bei der Audi AG
Andreas Buchberger, Rechtsanwalt und Syndikusanwalt bei der Audi AG

"Die Mobilität der Zukunft wird eine andere sein", so Andreas Buchberger, Syndikusanwalt der Audi AG, der am 19. Mai 2014 zu Gast in der Bucerius Law School war. Insbesondere sprach er damit das Thema pilotiertes Fahren im Straßenverkehr an, denn die Automobilindustrie arbeitet mit Hochdruck an der Entwicklung von Stau- und Parkpiloten, die in der Lage sind, dem Menschen das Steuern in gewissen Situationen abzunehmen. Neben einem potenziellen Sicherheitszuwachs bringen diese Technologien einen ökologischeren Fahrstil und eine effektivere Nutzung der Verkehrsinfrastruktur mit sich.

Problematisch seien pilotierte Fahrzeuge weniger vor dem Hintergrund der technischen Realisierung, sondern vielmehr mit Blick auf die rechtliche Umsetzbarkeit, so Buchberger weiter. Automatisierte Fahrzeuge sind mit dem Wortlaut des Wiener Weltabkommens über den Straßenverkehr von 1968 nicht vereinbar, und das deutsche Haftungssystem ist schlicht noch nicht auf sie vorbereitet. Die Frage nach der Verschiebung der Handlungsverantwortung vom Fahrzeugführer auf das Fahrzeug ist daher bisweilen noch weitestgehend ungeklärt.

Seinen dynamischen Vortrag bereicherte Buchberger mit Videos vom aktuellen Stand der Forschung und bewies, dass selbstständig lenkende, bremsende und fahrende Autos keine Science Fiction, sondern schon längst Realität sind.

Samuel Weitz, Student

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DIE GLÄSERNE DECKE

Arbeitsalltag von Frauen in einer Großkanzlei

Eva Weidlich-Flatten schafft den Balanceakt, Beruf und Familie zu verbinden
Eva Weidlich-Flatten schafft den Balanceakt, Beruf und Familie zu verbinden

Noch immer ist die Wirtschaft eine männerdominierte Zone – davon machen die Großkanzleien keine Ausnahme. Um den Studentinnen Mut zur Verfolgung ihrer Ziele zu machen, sprach Eva Weidlich-Flatten, Rechtsanwältin bei der Kanzlei Noerr, am 5. Juni 2014 über ihr Leben als Anwältin in einer Großkanzlei.

Die Zahlen entmutigen immer noch: Während etwa genauso viele Männer wie Frauen als Anwälte in Großkanzleien anfangen, werden 91% der Männer Partner – und nur 9% der Frauen. Wohin geht der Rest verloren? Theorien gibt es viele: männliche Verbrüderungen, unterschiedliche Kommunikationsstile und verschiedene Mentalitäten. Aber Antworten, wie die Gleichstellung effektiv umgesetzt werden könnte, gibt es wenige. Weidlich-Flatten, die seit 20 Jahren in verschiedenen Großkanzleien arbeitet und nebenher ihre drei Kinder großgezogen hat, machte den Studentinnen mit einem Zitat von Conchita Wurst Mut: "We are unstoppable." Sie leugnete in ihrem Vortrag nicht, dass sie mit schrägen Blicken rechnen musste, wenn sie hin und wieder um 15.00 Uhr die Kanzlei verließ. Die Balance zwischen Arbeit und Familie erfordere von ihr viel Flexibilität. Aber die Anwältin, unterstützt vom Leiter der Personalabteilung, Wolfgang Troll, zeigte sich zuversichtlich, dass auch die Welt der Großkanzleien im Wandel sei: Nicht nur Mandanten verlangten mehr Vielfalt, auch die Kanzleien wollten langfristig ebenfalls die herausragenden Juristinnen anwerben. So ermutigte sie die Studentinnen, mit Selbstbewusstsein den Wandel voranzutreiben und das zu tun, was sie tun würden, wenn sie keine Angst vor dem Scheitern an der "gläsernen Decke" hätten.

Isabella Naujoks, Studentin

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RECHTSNISCHE WIRTSCHAFTSSTRAFRECHT

Wenn die Staatsanwaltschaft zweimal klingelt

Dr. Julia Baedorff (links) und Dr. David Pasewaldt
Dr. Julia Baedorff (links) und Dr. David Pasewaldt

Am 2. Juni 2014 lud das Studium professionale Studierende und Alumni ein, in einem 90-minütigen Vortrag mehr über das Wirtschaftsstrafrecht zu erfahren. Es referierten dabei die Alumni Dr. Julia Baedorff und Dr. David Pasewaldt. Beide arbeiten bei Clifford Chance in Frankfurt im Bereich "White Collar, Regulatory and Compliance" und beraten Mandanten dann, wenn es zu Situationen wie einem Zusammentreffen mit der Staatsanwaltschaft kommt.

Zunächst informierten die Vortragenden das Publikum über ihren Arbeitsalltag und erzählten mehr über interne Hierarchien, die Rolle von Teamarbeit und die Vernetzung mit anderen juristischen Bereichen. Anschließend gingen sie auf einige Themen ein, mit denen sie sich hauptsächlich beschäftigen: Betrug und Untreue, Geldwäsche sowie Steuer- und Kapitalmarktstrafrecht. Ihre Aufgaben reichen dabei von der Vertretung von Unternehmensinteressen, teilweise auch in gerichtlichen Verfahren, über interne Ermittlungen bis hin zu Präventionsberatung, bei der Mandanten das optimale Verhalten für den Fall einer Anfrage der Staatsanwaltschaft lernen sollen.

Zum Schluss erläuterten Baedorff und Pasewaldt anhand einer anonymisierten Fallstudie die konkreten Schritte, die eingeleitet werden, wenn Mandanten bei der Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Hilfe benötigen. Hierbei erfuhr das Publikum zum Beispiel vom "Nottelefon", das stets einer der Anwälte bei sich tragen muss, falls es zu einem kurzfristigen Einsatz kommen sollte.

Antonia von Treuenfeld, Studentin

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Studentisches

BUCERIUS LAW SCHOOL BEIM VIS MOOT

Erfolge in Hongkong und Wien

V.l.n.r.: Christoph Schoppe, Tilman Koops, Julia Lotze, Fabian Kritzler, Jan Liesenfeld, Lars Hauck, Maximilian Hocke
V.l.n.r.: Christoph Schoppe, Tilman Koops, Julia Lotze, Fabian Kritzler, Jan Liesenfeld, Lars Hauck, Maximilian Hocke

Auch in diesem Jahr hat ein Team der Bucerius Law School erfolgreich am Willem C. Vis Moot Court teilgenommen. Der weltgrößte Wettbewerb im Handels- und Schiedsverfahrensrecht fand zunächst in Hongkong und anschließend in Wien statt. Dem Team der Bucerius Law School glückte schon der Start. Nach vier Verhandlungen gegen die Singapur Management University, die University of Wisconsin und die Universitäten Basel und Stockholm gewann Julia Lotze (Jahrgang 2012) den Eric Bergsten Award als drittbeste Einzelrednerin des gesamten Wettbewerbs – der einzige Einzelpreis eines deutschen Teams in Hongkong.

Doch auch der Rest des Teams – Lars Hauck (Jahrgang 2011), Tilman Koops und Fabian Kritzler (beide Jahrgang 2011) – hat Grund zur Freude: Die Bucerius Law School gewann für Ihren Klägerschriftsatz eine "Honourable Mention" und erreichte die Finalrunden in Hongkong.

Diese Erfolge wären nicht möglich gewesen ohne die großzügige Unterstützung der Kanzlei Shearman & Sterling LLP, der an dieser Stelle herzlicher Dank gebührt. Die akademische Betreuung des Teams wurde auch in diesem Jahr dankenswerter Weise von Professor Dr. Karsten Thorn übernommen.

Christoph Schoppe, Student

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BUCERIUS BENEFIZ CUP

Kicken für Unicef-Projekte in Syrien

Das siegreiche Fußballteam der Bucerius Law School
Das siegreiche Fußballteam der Bucerius Law School

Zweikämpfe, Grätschen und Tore für den guten Zweck gab es am 24. Mai 2014 auf dem Kunstrasenplatz am Turmweg zu sehen. Kanzleien, Wirtschaftsprüfer und ein Team der Bucerius Law School lieferten sich rasante Duelle um den Siegerpokal beim diesjährigen "Bucerius Benefiz Cup". Jonas Kraneburg und Lukas Hoffmann (Jahrgang 2012) hatten die Neuauflage des Fußballturniers zusammen mit Jakob Ketels (Jahrgang 2013) organisiert. Der Einladung der Hochschule waren neun Teams gefolgt: TaylorWessing, Heuking Kühn Lüer Wojtek, Freshfields Bruckhaus Deringer, Ernst & Young, die Boston Consulting Group und White & Case schickten Abordnungen ihrer Hamburger Büros ins Rennen. Linklaters stellte ein Team aus Frankfurt, und vonseiten der Hochschule trat je eine Mannschaft des Sportvereins "BLS Hamburg" sowie ein Team der Unicef-Hochschulgruppe an. Im Finale standen sich schließlich die Mannschaft des Hochschul-Sportvereins und das Team der Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek gegenüber. Nach einem umkämpften Spiel mussten sich die Anwälte den Studierenden knapp geschlagen geben und konnten damit ihren Titel aus dem vergangenen Jahr nicht verteidigen. Nach dem Finale klang das Turnier bei Bier und Würstchen in gemütlicher Runde aus.

Während der sportliche Sieger noch ermittelt werden musste, stand der große Gewinner des Benefiz-Cups schon längst fest, denn die Startgelder der Teams wurden wie üblich einem karitativen Projekt gespendet. In diesem Jahr kamen über 3000 Euro für Unicef-Projekte in Syrien zusammen.

Samuel Weitz, Student

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BIG BAND, BARBECUE UND BOMBENWETTER

Bucerius Big Band veröffentlicht zweite CD

Begeisterten ihr Publikum: die Musiker der Bucerius Big Band
Begeisterten ihr Publikum: die Musiker der Bucerius Big Band

Mit einer großen Release Party auf dem Campus veröffentlichte die Bucerius Big Band am 24. Mai 2014 ihre zweite CD. Bei strahlendem Sonnenschein begeisterten die Musiker ihr Publikum mit einem dreistündigen Open-Air-Liveauftritt. Für die ehemalige Präsidentin der Hochschule, Professor Dr. Doris König, hatte die Big Band außerdem eine besondere Überraschung vorbereitet: Anlässlich ihres Abschiedes hatten die Musiker die Instrumentalversion von Henry Careys "God Save the Queen" einstudiert. Das Publikum übernahm spontan den vokalen Part und stimmte ein: "Send her victorious, happy and glorious". König war hocherfreut und berührt von diesem persönlichen Abschiedsständchen und versicherte, sie gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Neben Live-Musik hatte die Big Band ein Grillen vorbereitet und versorgte ihre Gäste auch an einer Bar mit Getränken. Pünktlich zum Schlussakkord des letzten Stücks setzte der Regen ein, und das Publikum wechselte ins Auditorium, wo das Champions-League-Finale für 200 Zuschauer live übertragen wurde.

Samuel Weitz, Student

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Bucerius Education GmbH

START DER NEUEN FRAUENTAGUNG RE:WORK

Kooperation der Bucerius Education mit EMOTION

Was genau bedeutet Erfolg heute eigentlich für Frauen? Eine Top-Position? Geld? Einfluss? Eine gute Work-Life-Balance? Und wie können wir Frauen inspirieren, ohne sie mit Berichten von Überfliegerinnen zu deprimieren? Antworten auf diese Fragen und neue Impulse gibt ein innovatives Tagungsformat: Am 23. September 2014 veranstaltet die Bucerius Education GmbH in Kooperation mit dem Frauenmagazin EMOTION an der Bucerius Law School die Tagung re:work zum Thema "Was ist weiblicher Erfolg?".

Wenn es um weibliche Karrieren geht, wurde jahrelang angenommen, Frauen müssten sich ändern, müssten ein männliches Kommunikationsverhalten an den Tag legen, um beruflich erfolgreich zu sein. Mittlerweile hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass dies nicht der Schlüssel zum Erfolg ist. Tatsächlich gibt es ein ganzes Konglomerat an Gründen, weshalb Karrieren von Frauen noch nicht so zünden wie Karrieren von Männern – insbesondere in den oberen Etagen.

Vorab aber lohnt sich die Frage, wie Frauen (beruflichen) Erfolg überhaupt definieren. Hierzu gibt es eine ganze Bandbreite von Ansätzen, bei deren Erfassung re:work neue Wege aufzeigt. Eine bekannte Hauptrednerin, hochkarätig besetzte Podiumsdiskussionen mit Berufsträgerinnen sowie Impulsvorträge und Workshops beschäftigen sich mit der zentralen Frage "Was ist weiblicher Erfolg?" – und machen deutlich, warum unsere Gesellschaft moderne Alternativen zum traditionellen Leistungs- und Wachstumsgedanken braucht. Referentinnen aus den Bereichen Wirtschaft, Forschung, Beratung und Coaching vermitteln zeitgemäße Instrumente für mehr Erfolg im Arbeitsalltag und bieten angeregten Austausch zu den Führungsqualitäten der Zukunft.

Dr. Nicola Byok, Programm-Managerin Bucerius Executive Education

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UBS LEADERSHIP EXCELLENCE PROGRAM 2013/2014

Programm erfolgreich abgeschlossen

Die Teilnehmer des Programms
Die Teilnehmer des Programms

Vom 16. bis 20. Juni 2014 führte die Bucerius Executive Education das zweite Modul des von ihr konzipierten "UBS Leadership Excellence Program" an der Bucerius Law School durch. Das erste Modul hatte im Oktober 2013 stattgefunden.

Die 22 Managing Directors aus den UBS-Abteilungen Legal & Compliance, Risk Control und BoD Functions aus der ganzen Welt erhielten erneut vielfältige Denkanstöße. An zwei Tagen nahmen Professor Dr. Niels Van Quaquebeke (Fellow of Leadership and Organizational Behavior am Bucerius Center on the Legal Profession [CLP]) und Dr. Tilman Eckloff (re|spic|ere) den Faden aus der ersten Programmwoche auf und bearbeiteten mit den Teilnehmern die Themen Eigen- und Fremdmotivation sowie die Grundlagen und Risiken von Teamarbeit. Auch die kollegiale Beratung wurde wieder durchgeführt. An zwei weiteren Tagen untersuchte Professor Ashish Nanda (Harvard Law School) anhand von sechs Fallstudien mit den Teilnehmern verschiedene Aspekte von Organisationskultur und damit zusammenhängende Führungsherausforderungen.

Abgerundet wurde das Programm mit einer Gruppenarbeit der besonderen Art: Unter der Leitung des Percussionisten Jeff Alpert erspielten sich die Teilnehmer mit sogenannten Boomwhackers ein Musikstück und erlebten beim Erlernen und Einstudieren Teamarbeit in einem besonderen Kontext.

Mit dieser Woche ist der zweite Jahrgang des UBS-Programms abgeschlossen und war ausweislich der Teilnehmerkommentare ein großer Erfolg. Der dritte Jahrgang fängt im Oktober 2014 an.

Dr. Nicola Byok, Programm-Managerin Bucerius Executive Education

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VOM JURISTEN ZUM UNTERNEHMER - MIT SMARTBUSINESSPLAN FÜR ANWÄLTE

Software zur Erstellung von Businessplänen

Rechtsfragen beantworten, Mandanten beraten und vor Gericht vertreten – all das lernen Rechtsanwälte im Jurastudium. Doch bei der Frage, wie man die eigene Kanzleigründung systematisch vorbereitet, werden sie allein gelassen. Nun gibt es Abhilfe: die Software "SmartBusinessPlan", gemeinsam entwickelt vom Bucerius Center on the Legal Profession (CLP) und von der Hamburger Beratungsgesellschaft evers & jung.

SmartBusinessPlan führt Rechtsanwälte mit intelligenten Leitfragen und Assistentenfunktionen durch alle Aspekte eines Businessplans. Denn "Rechtsanwälte machen die gleichen Fehler wie andere Gründer", so Dr. Jan Evers, Gründungsexperte bei evers & jung. "Sie vergessen Kostenpositionen, verwechseln Rentabilität und Liquidität oder kalkulieren das Arbeitnehmerbrutto falsch." Vor allem die Marktanalyse, der zu kalkulierende Stundensatz und die "billable hours" fallen gründenden Anwälten schwer.

Das CLP hat die Entwicklung dieses speziellen Businessplans für Anwälte mit seinem Know-how aus dem Rechtsmarkt bei der Analyse strategischer Fragen in Kanzleien unterstützt. Denn erwiesen ist: Der Kanzleierfolg ist nicht allein eine Folge juristisch exzellenter Beratung, sondern vor allem das Ergebnis konsequenter strategischer Planung und Führung. Erst wenn die Vision und Ziele festgelegt sind und eine Kanzlei alle Maßnahmen darauf ausrichtet, sind die unerlässlichen Voraussetzungen für ein quantitatives und qualitatives Wachstum geschaffen.

Julia Brünjes, Projektmanagerin Executive Education

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BUCERIUS ANWALTSPROGRAMM ERFOLGREICH GESTARTET

Fortsetzung der Seminarreihe im Herbst mit neuen Themen

Um als Anwalt beruflich erfolgreich zu sein, bedarf es – neben einer fundierten juristischen Ausbildung – überfachlicher Kompetenzen, die den Juristen für seinen Mandanten zu einem gesuchten und erfolgreichen Berater machen. Genau hier setzt das von der Bucerius Education GmbH konzipierte Programm an, das im ersten Halbjahr mit den drei Modulen "Networking und Akquise", "Verhandlungsmanagement und -führung" sowie "Bilanzen für Juristen" erfolgreich gestartet ist.

"Das Programm zeichnet sich insbesondere durch die aktive Einbindung der Teilnehmer durch die erfahrenen Dozenten aus", so Matthias Peukert von ROXIN Rechtsanwälte LLP. "Interessant war es auch, Kollegen aus ganz unterschiedlichen Kanzleien mit ihren verschiedenen Herangehensweisen kennenzulernen und sich konstruktiv auszutauschen."

Das Bucerius Anwaltsprogramm ist als offene Seminarreihe für Associates im zweiten bis fünften Berufsjahr konzipiert. Es basiert auf den erfolgreichen kanzleiinternen Kursen und wendet sich an Sozietäten, die Mandanten aus der Wirtschaft auf einem hohen Serviceniveau beraten und die ihre Anwälte auf diese Beratungsaufgabe vorbereiten möchten.

Die Teilnehmer haben nun Zeit, das Gehörte und Erlebte in die Praxis umzusetzen, bevor das strukturierte Ausbildungsprogramm mit neuen Themen in die Verlängerung geht. Auf der Agenda stehen im Herbst die Themen "Mandantenbeziehungen", "Von Zeitmanagement zu Zeitintelligenz" und "Juristisches Projektmanagement".

Julia Brünjes, Projektmanagerin Bucerius Education GmbH

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Verschiedenes

AUSZEICHNUNG FÜR LAW CLINIC

Law Clinic unter den Finalisten des Engagementpreises der Studienstiftung

Johannes Hegele und Gesche Heidorn vom Organisationsteam der Law Clinic
Johannes Hegele und Gesche Heidorn vom Organisationsteam der Law Clinic

Die Law Clinic der Bucerius Law School ist einer von zwölf Finalisten des von der Studienstiftung des Deutschen Volkes ausgelobten Engagementpreises "weiter?geben!" 2013 geworden. Mit dem Preis honorierte die Studienstiftung erstmals einen besonderen Einsatz der Stipendiatinnen und Stipendiaten in gesellschaftlichen Projekten.

Bei der Preisverleihung am 19. Mai in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften wurden neben sozialem Engagement auch herausragende Promotionen aus den Bereichen Mathematik, Natur- und Ingenieurswissenschaften sowie Geistes- und Gesellschaftswissenschaften ausgezeichnet. Die Preise wurden von dem Präsidenten der Studienstiftung, Professor Dr. Dr. h.c. mult. Reinhard Zimmermann verliehen, Festrednerin war Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin und Amtschefin des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Der Preis für soziales Engagement, für den Frau Professor König die Laudatio hielt, ging an Gloria Amoruso, Mitbegründerin und Vorstandsmitglied des Bildungsprojekts "kein Abseits! e.V.". Der Verein unterstützt Schüler mit einem Angebot aus Sport, Mentoring und Berufsorientierung. Daneben wurden elf weitere Finalisten des Engagementspreises, unter ihnen die Law Clinic, ausgezeichnet und hatten die Möglichkeit, im Rahmen der Preisverleihung ihre Projekte vorzustellen und sich untereinander auszutauschen. Der Auswahljury lagen 65 Bewerbungen mit Projekten aus unterschiedlichen sozialen und gesellschaftlichen Bereichen vor.

Flavia Lang, Promotionsstudentin

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JOHANNES-ZILKENS-PROMOTIONSPREIS

Studienstiftung ehrt besondere Leistung in Geistes- und Gesellschaftswissenschaften

Dr. Maximilian Preisser (2. v.l.)
Dr. Maximilian Preisser (2. v.l.)

Am 19. Mai wurde Dr. Maximilian Preisser in Berlin von der Studienstiftung des deutschen Volkes mit dem Johannes-Zilkens-Promotionspreis ausgezeichnet. Preisser erhielt den Preis für seine Arbeit "Sovereign Wealth Funds – Entwicklung eines umfassenden Konzepts für die Regulierung von Staatsfonds", die er an der Bucerius Law School verfasste. Er erstellte in seiner Dissertation ein detailliert ausgearbeitetes Regulierungskonzept, das sich in die jüngst geschaffene Kapitalmarktaufsichtsstruktur der EU einfügt und deren Regelungsmechanismen nutzt. Obwohl Staatsfonds mehr als das dreifache Volumen aller Hedgefonds verwalten, blieben sie bislang rechtlich weitgehend unerforscht.

2013 lobte die Studienstiftung unter den ehemaligen Stipendiaten erstmals einen Preis für herausragendes Engagement sowie zwei Promotionspreise aus. Die Resonanz war groß: Allein für die Promotionspreise erhielt die Jury 57 Arbeiten, die alle 2012 mit exzellentem Ergebnis abgeschlossen worden waren. Alleiniges Kriterium für eine Auszeichnung war die wissenschaftliche Qualität der Doktorarbeit, die einen wesentlichen und innovativen Beitrag zum wissenschaftlichen Fortschritt in ihrem Fachgebiet leisten und höchsten methodischen Ansprüchen genügen musste. Die Jury für die beiden Preise setzte sich dabei zusammen aus namhaften Wissenschaftlern, darunter zahlreichen Leibniz-Preisträgern und dem Nobelpreisträger Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Erwin Neher, ebenfalls ehemaliger Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Antonia von Treuenfeld, Studentin

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AUS DER STIFTUNG

PARLANDO – EIN SOMMERSALON

Vorträge und Diskussionen auf dem Campus der Bucerius Law School

Impressionen des Sommersalons
Impressionen des Sommersalons

Bereits zum zweiten Mal veranstaltete auch in diesem Jahr die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius am 14. Juni 2014 auf dem Campus der Hochschule "Parlando – ein Sommersalon". Wie auch im vergangenen Sommer kamen sowohl zahlreiche Gäste aus ganz Hamburg als auch Studierende, um an dem vielfältigen Programm des Nachmittags und Abends teilzunehmen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung zunächst um 17.00 Uhr von Professor Dr. Michael Göring, Vorsitzender der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, der im Auditorium die Gäste begrüßte. Es folgte eine Ansprache von Carola Veit, Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft. In ihrer Rede betonte sie, wie wichtig der Austausch mit allen Hamburgern sei, sowohl den Anwesenden als auch denen, die eine Veranstaltung wie "Parlando" nicht erreichen würde. Musikalisch untermalt wurden Göring und Veit dabei von Mitgliedern der HipHop Academy, die ein Repertoire aus Rap, Tanz und Beatboxing darboten.

Im Anschluss an die Eröffnung waren die Gäste eingeladen, an dem breit gefächerten Programm des Abends teilzunehmen. Die stattfindenden Vorträge waren dabei in die Themen Kultur, Klang, Kriese(n), Kompetenz, Hamburg Salon und Parlando Lounge unterteilt. Parallel dazu konnten in der Deutschen Bank Hall die Ausstellungen "Zero City" und "Yooweedoo" begutachtet oder auf dem Campus dem Konzert der Bucerius Big Band gelauscht werden. Der Abend fand schließlich seinen Abschluss in der Live-Übertragung des WM-Spiels Italien – England ab 24.00 Uhr.

Antonia von Treuenfeld, Studentin

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BLÜTENPRACHT UND WELTANSCHAUUNG

Der Hamburger Blumenmaler Hans Simon Holtzbecker hat ihn erschaffen – sein Gottorfer Codex, das prächtigste Florilegium des 17. Jahrhunderts, ist derzeit in Schleswig ausgestellt.

Das vierbändige Prachtwerk dokumentiert die zahlreichen einheimischen und exotischen Pflanzen des Neuwerkgartens von Schloss Gottorf. Hyazinthen-, Narzissen- und Tulpenarten, aber auch Zitrusgewächse und Aloen waren im Nordeuropa des 17. Jahrhunderts eine Sensation. Holtzbecker hat die vielfältige Pflanzenwelt seiner Zeit genau wiedergegeben. Seine Malereien sind ein ästhetisches Ereignis. Sie bezeugen aber auch den Bedeutungswandel des Blumenbildes – von der symbolischen Darstellung hin zu wissenschaftlich orientierten Pflanzenwiedergaben.

Schloss Gottorf zeigt 250 Exponate – darunter 165 Codex-Blätter, zwei komplette Bände des Gottorfer Codex, das Grüne Florilegium sowie fast 50 Stillleben.

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Termine

JULI

Informationsveranstaltung am 4. Juli 2014, 14.00 Uhr

Hier erfahren Interessenten alles über das Studium an der Bucerius Law School. Im Anschluss erfolgt eine Führung durch die Hochschule. Die Anmeldung zu einer Informationsveranstaltung ist unabhängig von einer Bewerbung und kostenlos.


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AUGUST

Informationsveranstaltung am 1. August 2014, 14.00 Uhr

Hier erfahren Interessenten alles über das Studium an der Bucerius Law School. Im Anschluss erfolgt eine Führung durch die Hochschule. Die Anmeldung zu einer Informationsveranstaltung ist unabhängig von einer Bewerbung und kostenlos.


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Veranstaltungen der Bucerius Education GmbH

JULI/AUGUST

Bucerius Maritime Executive Lectures am 29. August 2014, 14.00 Uhr

Am 29. August 2014 (14.00 – 18.00 Uhr) stellen sich die Dozenten Dr. Johannes Trost (LEBUHN & PUCHTA) und Kapitän Peter Meyer (Bergungssachverständiger) im Rahmen der Bucerius Maritime Executive Lectures dem Thema „Havarie und Bergung – Schadensmanagement in praktischer und juristischer Hinsicht“.


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Externe Veranstaltungen

Unser Haus ist Ihr Haus!

Bucerius Event führt exklusive Veranstaltungen in der Bucerius Law School, im Bucerius Kunst Forum und im Goßlerhaus in Hamburg-Blankenese durch. Das Bucerius Event-Team freut sich über Ihre Anfrage.

Kontakt: Bucerius Education GmbH, Bucerius Conference & Event Management, Jungiusstr. 6, 20355 Hamburg; www.bucerius-event.de, bucerius-event@law-school.de, Tel.: (040) 3 07 06 – 217

– Die Bucerius Education GmbH ist eine Tochter der Bucerius Law School gemeinnützige GmbH –

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Personalien

Keine Personalveränderungen.

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Impressum

Bucerius Law School
Hochschule für Rechtswissenschaft
Jungiusstraße 6
20355 Hamburg

Hochschulleitung
Professor Dr. Karsten Thorn, LL.M. (Präsident, komm.)
Professor Dr. Anne Röthel (Vizepräsidentin)
Dr. Hariolf Wenzler (Geschäftsführer)
Benedikt Landgrebe (stellv. Geschäftsführer)

Trägergesellschaft
Bucerius Law School
Hochschule für Rechtswissenschaft gGmbH
Jungiusstraße 6
20355 Hamburg

Geschäftsführung
Dr. Hariolf Wenzler (Geschäftsführer)
Benedikt Landgrebe (stellv. Geschäftsführer)

Sitz der Gesellschaft
Freie und Hansestadt Hamburg
Amtsgericht Hamburg, HRB 75325
Steuernummer: 17/424/06683
USt-Identifikationsnummer (USt-IdNr.): DE212998891

Redaktion und Kontakt
Ingrid Herzig, Hochschulkommunikation
Thomas Hilburger (technische Umsetzung und Design), Hochschulkommunikation
Annalena Brokering, studentische Redakteurin
Isabella Naujoks, studentische Redakteurin
Antonia von Treuenfeld, studentische Redakteurin
Samuel Weitz, studentischer Redakteur

Tel.: (040) 3 07 06 – 152
bucerius-newsletter@law-school.de

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Fotos
Bucerius Law School, Ronald Frommann, Isabella Naujoks, Antonia von Treuenfeld, Samuel Weitz, Annalena Brokering, Kersten Höft, Max Joite, Daniela Sfameni, Alexander Brüggemeier

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