Newsletter der Bucerius Law School – Juli 2010

Editorial

Dr. Hariolf Wenzler, Geschäftsführer der Bucerius Law School
Dr. Hariolf Wenzler, Geschäftsführer der Bucerius Law School

Liebe Freunde der Bucerius Law School,

das Studium der Bucerius Law School besteht im Kern aus einem anspruchsvollen juristischen Curriculum, es setzt hohe intellektuelle Fähigkeiten voraus und verzahnt die Lehre mit der Forschung. Darüber hinaus sind es die Erlebnisse und Begegnungen, die diese Hochschule besonders machen: Nicht nur mit führenden Rechtsgelehrten, sondern auch mit namhaften Juristen aus der Praxis, mit Politikern, mit Unternehmern und mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens besteht ein reger Austausch.

So war es auch wieder im Juni. Die Rede des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt beim Symposium für Theo Sommer bildete den Auftakt, dem Gespräche mit Indiens neuer politischen Leitfigur Shashi Taroor folgten. Wir freuten uns über den Besuch der Bundesjustizministerin mit einer Diskussion über Datenschutz im Web 2.0 sowie über die schon traditionelle Rede des Altbundespräsidenten Roman Herzog vor der Studentenvereinigung „Phi Delta Phi“. Mit Michael Berninger, dem früheren Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium und heutigen weltweiten Kommunikationschef des Süßwarenherstellers Mars, einem Vortrag des Chefs der Führungskräfteentwicklung bei Siemens, Nicolas von Rosty, dem „Talk bei Taylor Wessing“ mit dem neuen Intendanten der Hamburger Deichtorhallen und schließlich dem Unternehmerprojekt unter Leitung von Martin Preuninger entstanden Eindrücke, von denen wir glauben, dass sie für Studiererfahrungen prägend sind.

Dass die Studierenden auch untereinander für Begegnungen sorgen, zeigt die aktive Teilnahme an der Ruder-Challenge mit Freshfields Bruckhaus Deringer, die Drachenboot-Tour der Masterstudenten sowie das sensationelle Theaterstück „Dreck.Stück“. Sie sehen, wie wichtig uns die Entwicklung von weit über das Juristische hinausgehende Persönlichkeiten ist. Dass dies auch Tierliebe einschließt, werden Sie beim Lesen des Newsletters feststellen. Viel Freude dabei wünscht Ihnen mit einem sonnigen Gruß vom Campus

Ihr
Hariolf Wenzler

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Besuch der Bundesjustizministerin

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) über "Bürgerrechte 2.0"

v.l.n.r: Professor Dr. Dres. h.c. Karsten Schmidt, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Kenny Koa, Dr. Hariolf Wenzler
v.l.n.r: Professor Dr. Dres. h.c. Karsten Schmidt, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Kenny Koa, Dr. Hariolf Wenzler

Vor gefüllten Rängen sprach am Donnerstag, den 27. Mai 2010 die Bundesministerin der Justiz, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), zum Thema "Bürgerrechte 2.0 – Liberale Datenschutz- und Netzpolitik" im Auditorium der Bucerius Law School. In ihrem Vortrag betonte die studierte Rechtswissenschaftlerin die Bedeutung des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung, das das Bundesverfassungsgericht Anfang der 80er Jahre im berühmten Volkszählungsurteil aus der Taufe hob. Bei der Durchsetzung dieses Rechts in heutiger Zeit müsse man allerdings besonders den Herausforderungen durch das Internet gerecht werden. Aus liberaler Sicht seien die gebotenen Mittel dabei vor allem Selbstregulierung und Aufklärung. Erst in letzter Instanz dürfe der Gesetzgeber tätig werden.

Leutheusser-Schnarrenberger sieht in der starken Bürgerbewegung gegen die Vorratsdatenspeicherung, Google Streetview und Netzsperren einen Beweis für ein wachsendes Bewusstsein in der Bevölkerung, das durch Einrichtung einer "Stiftung Datenschutz" beflügelt werden solle. Es gelte zudem, deutsche Datenschutzvorstellungen auch auf internationaler und europäischer Ebene durchzusetzen. Man könne dahin gehend durchaus "Exporterfolg" haben. Im zweiten Teil der Veranstaltung kam es zu einer intensiven und konstruktiven Diskussion, die von Kenny Koa (JuLi-Hochschulgruppe) moderiert wurde.

Kilian Wegner, Student

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FORSCHUNG UND LEHRE

Ringvorlesung

Die Schiffsflagge im internationalen Privat- und Seevölkerrecht

Professor Dr. Doris König, Professor Dr. Karsten Thorn
Professor Dr. Doris König, Professor Dr. Karsten Thorn

Trotz des mittlerweile 71. Geburtstags des Jubilars fand am Mittwoch, 16. Juni 2010, eine weitere Vorlesung zu Ehren von Professor Dr. Dres. h.c. Karsten Schmidt statt. Die Fakultät der Bucerius Law School hatte ihrem Präsidenten anlässlich seines 70. Geburtstags eine Ringvorlesung geschenkt.

Dieses Mal gaben Professor Dr. Doris König und Professor Dr. Karsten Thorn Einblicke in ihre Forschungsschwerpunkte. Den Anfang machte König mit einem Vortrag über die Rolle der Schiffsflagge im modernen Seevölkerrecht. Problematisch sei dabei vor allem das Fahren unter sogenannten Billigflaggen von Staaten, die ihren Pflichten zur Einhaltung internationaler Sicherheits- und Umweltstandards nicht nachkämen. Zum Zweck der Profitmaximierung wählten einige Schiffbesitzer solche Flaggen für ihre Schiffe, die dann als "schrottreife Seelenfänger" in See stächen. Eine konsequentere Einhaltung der international vereinbarten Richtlinien verspräche dagegen ein neues Audit-Verfahren der International Maritime Organisation, das statt Konfrontation mit den betroffenen Staaten vor allem auf partnerschaftliche Unterstützung setze.

Auch Thorn sprach über die Flagge, diesmal jedoch über ihre Rolle im internationalen Privatrecht. Hier könne die Flagge bei Rechtsstreitigkeiten auf See mit Beteiligten mehrerer Nationen als wichtiges Indiz dafür dienen, welchen Staates Rechtsordnung letztendlich anzuwenden sei. Im Anschluss fand eine Diskussion mit zahlreichen Anwesenden aus Wissenschaft und Praxis statt, die von Professor Dr. Michael Fehling moderiert wurde.

Kilian Wegner, Student

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Sterbehilfe-Prozess

Studierende beim BGH

Am 2. Juni 2010 fand die erste öffentliche Verhandlung im Fall "Putz" vor dem 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) statt, der bereits eingehende Beachtung in den Medien erfahren hat und möglicherweise in einem Grundsatzurteil zur Sterbehilfe enden wird. Anlässlich dieses Prozesses reiste der Lehrstuhl Strafrecht II (Professor Dr. Frank Saliger) mit 19 Studierenden aus den Schwerpunktbereichen "Grundlagen des Rechts" und "Wirtschaftsstrafrecht" nach Karlsruhe. Am Vorabend der Verhandlung nahmen Lehrstuhl und Studierende an einer bemerkenswerten, fast zweistündigen Einführung in den Fall von Richter im Landgericht Dr. Zimmermann, zurzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am BGH, teil, die allen in sehr guter Erinnerung bleiben wird. Neben ausführlichen Schilderungen zu den rechtlichen und tragischen Hintergründen des Falls wurde auch umfassend Gelegenheit geboten, Fragen zu stellen und zu diskutieren.

Ebenso beeindruckte die Verhandlung, in der es vordergründig um das Spannungsfeld zwischen Tötungstabu und dem Selbstbestimmungsrecht von todkranken Patienten ging. Das Urteil wird voraussichtlich am 25. Juni 2010 ergehen. Der Besuch beim BGH endete mit einer Führung durch die Gebäude. Insbesondere die vorzüglich ausgestattete Bibliothek und das Erbgroßherzogliche Palais vermochten zu beeindrucken.

Die Studienfahrt zum BGH wird, nicht zuletzt wegen der grundsätzlichen rechtlichen und gesellschaftlichen Bedeutung des Falls, die zu jedem Zeitpunkt spürbar war, bei allen Beteiligten einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

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Dissertation abgeschlossen

Arbeit zur Terrorismusbekämpfung der Vereinten Nationen

Für sein Rigorosum kehrte Jörg Föh am 1. Juni 2010 noch einmal an seine alte Wirkungsstätte zurück. Nach seinem Studium in Kiel und Stockholm war er von 2001 bis 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, einschließlich Völker- und Europarecht von Professor Dr. Jörn Axel Kämmerer, der die Dissertation auch betreut hat. Föh untersucht darin die Auswirkungen der Terrorismusbekämpfung nach dem 11. September 2001 auf das Völkerrecht und insbesondere das institutionelle Gefüge der Organisation der Vereinten Nationen. Das Thema ist hervorgegangen aus seiner Wahlstation im Referendariat bei der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den VN in New York im Jahr 2004/05. Ausgehend von den damit verbundenen Einblicken stellt der Verfasser Überlegungen zur Reform der VN und einer multilateralen völkerrechtsgemäßen Weiterentwicklung der Terrorismusbekämpfung an, die auch in anderen Zusammenhängen Geltung beanspruchen können.
Seit 2006 ist Föh in der Behörde für Wissenschaft und Forschung in Hamburg tätig.

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Veranstaltungen

Lunchtime Lecture

Professor Dr. Rainer Erd zu "Facebook und der Datenschutz"

Professor Dr. Rainer Erd
Professor Dr. Rainer Erd

Für eine weitere Ausgabe der "Lunchtime Lecture" konnte das studentische Organisationsteam am Mittwoch, den 26. Mai 2010 den Frankfurter Datenschutzspezialisten Professor Dr. Rainer Erd gewinnen, der den Teilnehmern einen Überblick über aktuelle Probleme des Datenschutzes verschaffte.

Zunächst verwies er dafür auf das Volkszählungsurteil des Bundesverfassungsgerichts und das dort geprägte Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung, dessen Ausprägungen unter anderem im Bundesdatenschutzgesetz Niederschlag gefunden haben. Die vier Grundprinzipien des strengen deutschen Datenschutzrechts seien dabei vor allem die Zweckgebundenheit einer Datenerhebung, das Erforderlichkeitskriterium, ein Transparenz- sowie ein Datensparsamkeitsgebot. Probleme entstünden dadurch, dass Betreiber großer sozialer Netzwerke oder ähnlicher Web-2.0-Angebote wie Facebook oder Google das hiesige Recht schlichtweg ignorierten. Die Datenschutzrichtlinien von Facebook seien lediglich Übersetzungen der US-amerikanischen Version, die wiederum nur dem wesentlich lockereren Datenschutzrecht der USA genügten.

Erd zeigte sich jedoch optimistisch, dass Facebook & Co. letztendlich angesichts der wachsenden öffentlichen Kritik einlenken würden. Nach dem Vortrag hatten die Studenten Gelegenheit zu weiteren Fragen. Das Plenum wurde dabei von Anna Haerle moderiert.

Kilian Wegner

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Podiumsdiskussion zum Thema Litigation-PR

Manipulation durch Medien?

v.l.n.r: OStA Wilhelm Möllers, Moderator Cornelius Overath, Gisela Friedrichsen (Der Spiegel) und Uwe Wolff (Naima Media)
v.l.n.r: OStA Wilhelm Möllers, Moderator Cornelius Overath, Gisela Friedrichsen (Der Spiegel) und Uwe Wolff (Naima Media)

Am 20. Mai 2010 lud der Bucerius Alumni e.V. zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Litigation-PR ein. Zu diesem spannenden Thema konnten Herr Uwe Wolff von der Naima Strategic Legal Services GmbH, Herr Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers, Sprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft, sowie die Spiegel-Journalistin Gisela Friedrichsen gewonnen werden. Zunächst erläuterte Wolff, um was es sich bei Litigation-PR eigentlich handle. Zweck dieser Dienstleistung sei es, den Verlauf einer juristischen Auseinandersetzung im Zivil- wie auch Strafrecht durch gezielte strategische Steuerung der öffentlichen Meinung im Sinne des Mandanten zu beeinflussen.

Zwischen den Gesprächsteilnehmern entbrannte eine lebhafte Diskussion darüber, ob eine solche Steuerung als Manipulation der Medien zu werten sei. Hierbei erläuterte Möllers, wie sehr seine tägliche Arbeit durch solche Medienbeeinflussung belastet würde, da sich zumindest objektive Medien immer auch bei der Pressestelle der Staatsanwaltschaft um Informationen bemühten. Er sehe es aber nicht als die Aufgabe der Staatsanwaltschaft an, eine manipulierte öffentliche Meinung zu jeder Zeit korrigieren zu müssen.

Friedrichsen warnte in diesem Zusammenhang vor allem ihre jüngeren Kollegen, sich auf ungeprüfte vorgefertigte Informationen solcher "Medienlieferanten" zu verlassen, zeigte aber gleichzeitig Verständnis dafür, dass manche ihrer Kollegen aufgrund des herrschenden Zeit- und Kostendrucks auf solche Angebote "hereinfielen". Die Diskussion wurde bei dem bereits traditionellen Glas Wein und Laugengebäck bis spät in den Abend fortgesetzt.

Cornelius Overath, Alumnus

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STUDIUM GENERALE

Besuch von Roman Herzog

Ehemaliger Bundespräsident zu Gast in der Hochschule

v.l.n.r: Professor Dr. Dres. h.c. Karsten Schmidt, Dr. Ulrike Pluschke, Bundespräsident a.D. Professor Dr. Roman Herzog, Alexandra Freifrau von Berlichingen, Jonas Heckmann, Nils Grunicke
v.l.n.r: Professor Dr. Dres. h.c. Karsten Schmidt, Dr. Ulrike Pluschke, Bundespräsident a.D. Professor Dr. Roman Herzog, Alexandra Freifrau von Berlichingen, Jonas Heckmann, Nils Grunicke

Unter dem Titel "Agenda 2020: Deutschland neu denken" hielt Bundespräsident a.D. Professor Dr. Roman Herzog am Mittwoch, 16. Juni 2010 eine Rede vor den Studenten der Bucerius Law School. Der renommierte Staatsrechtler und Politiker, der auch Namenspate des hiesigen Phi Delta Phi Inns ist, besuchte die Bucerius Law School bereits zum wiederholten Mal. An diesem Tag sprach Herzog über die Entwicklungen, denen Deutschland seiner Meinung nach in den nächsten zehn Jahren entgegentreten wird und spann dabei einen weiten Bogen über zahlreiche gesellschaftliche Fragestellungen. So forderte das ehemalige deutsche Staatsoberhaupt etwa eine ausgeprägtere Autarkie vitaler Wirtschaftsbereiche wie Energie- und Nahrungsversorgung. Weiterhin müssten Lösungen für die Auswirkungen der demografischen Entwicklung in der Republik gefunden werden und gleichzeitig das Bildungssystem fit für die Zukunft gemacht werden. Hier müsse statt bloßer organisatorischer Fragen vor allem eine konsequente Anpassung an die Verhältnisse des Informationszeitalters verhandelt werden.

Im Gegensatz zu den selbstbewussten "Tigerstaaten" in Asien und Südamerika sei zudem auch das Selbstverständnis Europas angeschlagen. Schlüsselkonzepte für die Demokratie der Zukunft seien unter anderem eine stärkere kommunale Selbstverwaltung im internationalen Kontext sowie eine radikale Entbürokratisierung: "Ein bürokratisches Europa", so Herzog, "ist ein schwaches Europa".  Die anschließende Fragerunde moderierte Jonas Heckemann, Magister von Phi Delta Phi.

Kilian Wegner, Student

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Unternehmergespräch im Sommertrimester

Dr. Nicolas von Rosty führt die CMS Hasche Sigle Lecture fort

Dr. Nicolas von Rosty im Gespräch mit Studierenden
Dr. Nicolas von Rosty im Gespräch mit Studierenden

Welches sind die Erfolgskriterien für Karrieren außerhalb der klassischen Juristenlaufbahn? Mit dieser Frage beschäftige sich am 9. Juni 2010 Dr. Nicolas von Rosty, Corporate Vice President Siemens AG, im Rahmen der CMS Hasche Sigle Lecture. Von Rosty wusste, wovon er sprach: Zu seinen Aufgaben zählen sowohl die Auswahl als auch die Betreuung von Führungskräften. Von Rosty verfügt über langjährige Erfahrung in Management- und Personalfragen: Von 2000 bis 2008 war er für Egon Zehnder International als Industry Practice Group Leiter Deutschland sowie Country Manager Tschechien/Slowakei in Prag tätig. Sind es Zufälle, die einen solchen Werdegang bestimmen? Von Rosty meinte, dass es eher um Gelegenheiten gehe, die man wahrnehmen müsse. Dazu gälte es, wie in jedem Fall der persönlichen Weiterentwicklung aus der "Komfortzone" herauszukommen. Wer als Jurist offen auch für den nicht klassischen Berufsweg sei, solle ruhig in einer Anwaltskanzlei beginnen, bevor er – im Zweifelsfall über den Weg der Rechtsabteilung eines Unternehmens – ins Management eines Unternehmens hereinwachsen und das eigene Potenzial unter Beweis stellen könne. Dazu bedürfe es Lernfähigkeit, Kompetenz und Antrieb. Von diesen Komponenten gäbe einer wissenschaftlichen Studie zufolge allein die Motivation eine zuverlässige Aussage über den späteren beruflichen Erfolg eines Menschen. Unter den Erfolgsfaktoren für beruflichen Erfolg hob von Rosty insbesondere die emotionale Intelligenz hervor. Er schloss mit den "7 Prinzipien für Erfolg" nach Stephen Covey und konnte bei Brezeln und Wein feststellen, dass die Studierenden der Bucerius Law School jedenfalls über einen Erfolgsfaktor verfügen: gesunde Neugier.

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Theater-Hochschulgruppe

"Dreck.Stück" feiert Premiere

Andrew Hogan (André Horenburg)
Andrew Hogan (André Horenburg)

Manchester Anfang der 90er Jahre: Fernab vom Freudentaumel der Weltgemeinschaft über die Siege der Freiheitsbewegungen in Deutschland, Südafrika und anderswo wachsen Samantha Lane (Theresa Bachmann) und ihr kleiner Bruder Tommy (Anna Michaut) in der Tristesse der englischen Industriestadt Manchester auf. Von der Mutter verlassen und den Launen des alkoholkranken Vaters ausgesetzt steht die Zukunft der beiden von Anfang an unter keinem guten Stern. Über  ein Jahrzehnt lang verfolgt das neue Stück der Theater-Hochschulgruppe "Dreck.Stück" in collagenhaft angeordneten Szenen das Schicksal der Lanes und ihrer Clique. Die Studenten, Eltern und Freunde, die am Montag, den 7. Juni 2010 einen der begehrten Plätze bei der Premiere im Moot Court ergattern konnten, wurden Zeuge einer durchweg unterhaltsamen Darbietung. Ein gelunger Licht- und Requisiteneinsatz vermochte jenes Spannungsfeld zwischen Verwahrlosungs- und Missbrauchsthematik auf der einen Seite und den alltäglichen Nöten und Hoffnungen von Teenagern auf der anderen Seite in den Saal zu tragen, die "Dreck.Stück" zu einer Art düsteren Version des US-Klassikers "Grease" machen. Der Text der knapp zweistündigen Arbeit ist dabei Ergebnis einer Auseinandersetzung mit Texten von Simon Stehpens, Xavier Durringer, Darja Stocke sowie Laura de Weck und von der dreizehnköpfigen Schauspielgruppe selbst entworfen. Für die Projektleitung zeichneten sich Regisseurin Liz Rech und ihre Assistentin Meike Klapprodt verantwortlich.

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Politik und Wirtschaft – zwei Seiten derselben Medaille?

Michael Berninger – alles eine Frage des Timings

Michael Berninger
Michael Berninger

Am 2. Juni 2010 war Michael Berninger, Global Head of Public Policy bei Mars Incorporated, zu Gast an der Bucerius Law School. Im Heinz Nixdorf-Hörsaal sprach Berninger sehr offen und reflektiert über seinen ungewöhnlich anmutenden Lebenslauf. Begonnen hat seine Karriere in der Politik: 1994 zog Berninger für die Grünen als seinerzeit jüngster Abgeordneter in den Bonner Bundestag ein und war als Teil der "Pizza Connection" Vorreiter der schwarz-grünen Annäherung. Sein rasanter politischer Aufstieg zum Chef der hessischen Grünen und schließlich zum parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, sei, so Berninger, durch günstige äußere Umstände, sowohl auf innerparteilicher als auch auf bundespolitischer Ebene, möglich geworden. Timing wertete er als einen nicht zu unterschätzenden Faktor. Ideen und Angebote sollten immer daraufhin geprüft werden, wie die äußeren Bedingungen für deren Entwicklungspotential aussehen, so Berningers Rat an die Studierenden. Auch seinen Ausstieg aus der Politik 2005 und den Wechsel in die Wirtschaft, der ihn zum US-Nahrungsmittelkonzern Mars führte, machte Berninger getreu dieser Maxime nicht nur von seinen innerlichen Veränderungen, sondern auch von den allgemeinen Rahmenbedingungen abhängig. Einen Widerspruch zwischen seiner früheren politischen Tätigkeit für die Grünen und seiner heutige Arbeit für den drittgrößten Nahrungsmittelkonzern der Welt sieht Berninger nicht, da ökologische und ökonomische Interessen sich seiner Meinung nach nicht ausschlössen.

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Talk bei Taylor Wessing

Maja Stadler-Euler im Gespräch mit Dirk Luckow

Dr. Dirk Luckow
Dr. Dirk Luckow

Hochaktuell waren die Diskussionen beim "Talk bei Taylor Wessing", zu dem Maja Stadler-Euler am 26. Mai 2010 in die Kanzleiräume in der HafenCity eingeladen hatte. Gast dieser traditionsreichen Gesprächsrunde war in diesem Trimester Dr. Dirk Luckow, Intendant der Deichtorhallen Hamburg. Zentrale Themen des Abends waren zum einen die jüngsten Entwicklungen in der Hamburger Museenlandschaft und in der Kulturpolitik der Stadt allgemein sowie zum anderen die spezifischen Herausforderungen, denen sich Luckow in den Deichtorhallen gegenüber sieht.

Der erst 2009 in Hamburg angetretene Intendant ließ die Zuhörer teilhaben an seiner Einschätzung der aktuellen Entwicklungen der hiesigen Kulturlandschaft, die durch Beispiele aus seiner täglichen Praxis im Kulturbetrieb anschaulich wurden. In der Diskussion sprach die Gruppe über Sinn und Gestaltung der städtischen Kulturförderung, die zudem auch in Bezug zu internationalen Beispielen gesetzt wurde. Später gab Luckow einen Ausblick auf die in seinem Haus geplanten Ausstellungen und legte seine Wunschentwicklungen für die Deichtorhallen dar, die unter anderem eine stärkere Verbindung zu privaten Kunstsammlungen vorsieht. Bei einem Glas Wein und einem beeindruckenden Panoramablick auf den Hafen und die Elbphilharmonie diskutierten die Teilnehmer die Erkenntnisse des Gesprächs und ließen den Abend ausklingen.

Kilian Wegner, Student

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Projektstudium Unternehmensgründung

Studentische Gruppe erarbeitet gastronomisches Konzept

Martin Preuninger (re.) mit Nachwuchsgründern
Martin Preuninger (re.) mit Nachwuchsgründern

Wer nichts wird, wird Wirt: Dass der Einstieg in die Gastronomie in Wirklichkeit doch etwas komplizierter ist, als es der Volksmund vermutet, durfte jetzt eine Gruppe von Studenten aus verschiedenen Jahrgängen selbst erfahren. Im Rahmen eines Projektstudiums, veranstaltet vom Studium generale, erarbeiteten die Nachwuchsgründer in mehreren Teams über einige Wochen hinweg ein Konzept für eine solche Unternehmung. Begleitet und angeleitet wurden sie dabei vom Hamburger Geschäftsmann Martin Preuninger und Profikoch Alexander Tschebull (Allegria Restaurant). Nach ersten Brainstormings und ausgiebigen Recherchen entstanden dabei am Ende handfeste Konzepte mit Speisekarten, Grundrissen der Etablissements und natürlich dem obligatorischen Finanzierungsplan. Bei der Arbeit stießen die Teilnehmer auch auf etliche Widrigkeiten, vor denen junge Unternehmensgründer typischerweise stehen: Lieferanten geizen mit Preisinformationen, Makler verwehren den Zugang zu interessanten Immobilien, und auch viele Finanziers sind häufig nicht sofort von der neuen Idee begeistert. Trotz allem soll das Projekt, bei dem die schwäbische Spezialität Maultaschen im Mittelpunkt steht, in die Realisierungsphase weitergeführt werden.

Kilian Wegner, Student

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Resource Development

2. Freshfields Bruckhaus Deringer Ruder-Challenge

Tradition mit Fortschritt: Bucerius-Ruderer gegen Kanzlei-Achter

Am 17. Juni 2010 trafen die Ruderer der Bucerius Law School im Rahmen der "2. FBD Ruder-Challenge", einer Veranstaltung zugunsten der Deutschen Seemannsmission Hamburg e.V., auf einen altbekannten Gegner: Mit Anwälten der Sozietät Freshfields Bruckhaus Deringer lieferten sie sich auf der Außenalster ein spannendes Rennen über 600 Meter in Riemenachtern.

Zum Rennverlauf: Durch einen leichten Zusammenstoß mit dem Freshfields-Boot direkt nach dem Start erkaufte das Boot Bucerius II dem Achter Bucerius I einen leichten Vorsprung, den dieser bis zum Ziel verteidigte. Nachdem die verkeilten Riemen sich gelöst hatten, brachte ein harter Endspurt das Boot Bucerius II vor dem der Kanzlei ins Ziel. Auch Bucerius III kämpfte gegen den Anwalts-Achter: Am nächsten an der Außenalstermitte, erlitt die Mannschaft der Bucerius Law School jedoch heftige Irritationen durch die Bugwelle eines nicht identifizierten, vorbeifahrenden Bootes und verlor knapp hinter Freshfields.

Die Härten des Wettkampfs waren bei der anschließenden gemeinsamen Feier auf dem Steg des RC Allemannia endgültig vergessen. Bei Bratwürsten und Bier genossen Bootsmannschaften und Zuschauer einen warmen Sommerabend – manche suchten Abkühlung durch ein (unfreiwilliges) Bad in der Alster. Dr. Klaus-Stefan Hohenstatt, Freshfields-Partner und Begründer der Ruder-Challenge, ehrte das Siegerboot mit dem Wanderpokal.

Maximilian Berenbrok, Student

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Studentisches

"Keine Kontamination!"

Exkursion ins Kernkraftwerk Krümmel – eine Veranstaltung des RCDS

Den Reißverschluss des Schutzoveralls zugezogen, die Handschuhe übergestreift und das Display des Strahlenmessgerätes gecheckt – es konnte losgehen für die 12 Exkursionsteilnehmer, die bereits zwei Wochen zuvor im Rahmen eines Vortrags von Frau Dr. Meyer-Bukow Gelegenheit hatten, sich über die aktuelle Atompolitik zu informieren und die Endlagerungsfrage zu diskutieren. Als sich die Sicherungsschleuse hinter den Studenten geschlossen hatte, standen heute aber andere Fragen im Vordergrund: Wie funktioniert der Kernspaltungsprozess überhaupt? Welche physikalischen und technischen Raffinessen stecken in einem Atomkraftwerk, und welche Risiken birgt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen?

1402 Megawatt – das ist die Bruttoleistung des Werks, mit der zwei Drittel des hamburgischen Strombedarfs gedeckt werden können und die letztlich auf 840 Uran gefüllte Brennelemente zurückzuführen ist. Weil das Kraftwerk vorübergehend vom Netz genommen ist, blieb den Teilnehmern nicht einmal dieses Herzstück vorenthalten: Bis in den Sicherheitsbehälter durften sie klettern, konnten das Reaktordruckgefäß bestaunen und noch nicht in Betrieb genommene Brennelemente begutachten. In Gedanken noch bei Urankernen und Neutronen schleust man sich endlich durch ein Ganzkörper-Strahlenmessgerät, um zu verhindern, dass kontaminierte Partikel am Körper haften bleiben. Ein Countdown ertönt– dann eine Stimme, die im James-Bond-Tonfall verkündet: "Keine Kontamination!"

Um einige Erkenntnisse reicher und nicht stärker verstrahlt als nach einem Kontinentalflug konnten die Besucher Krümmel wieder verlassen. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Studenten der Hochschule dieses Kernkraftwerk unter die Lupe genommen haben: Die Nachfrage ist groß, und weitere Tagesführungen sind bereits vereinbart. Bei Interesse schicken Sie gern eine Nachricht an: anna.haerle@law-school.de

Anna Härle, Studentin

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Drachenboottour auf der Alster

MLB ahoi!

Auf einem Drachenboot über die Alster! Bei schönstem Wetter stachen die Mitarbeiter der Joachim Herz Stiftung sowie ihre 14 Stipendiaten und Professor Clifford Larsen, Dekan des Bucerius/WHU Master of Law and Business – Joachim Herz Program, am Freitag, 21. Mai 2010 in See. Zuvor gab es eine kurze Einweisung, wie die beiden Drachenboote gelenkt, beschleunigt und dann auch wieder gebremst werden. Nach einer wunderbaren Runde legten die Boote wieder am Restaurant Kajüte an. Bei einem gemeinsamen Abendessen überreichte Petra Herz, Vorstandsvorsitzende der Joachim Herz Stiftung, allen Stipendiaten ein Gemeinschaftsfoto und wünschte viel Glück für den Endspurt im MLB Program. Der Abend klang bei der MLB Beach Party im "Terrace Hill" an der Feldstraße aus.

George Meskhi, Georgia, MLB Class of 2010

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Zweite WHU Live-in Week

MLB Class 2010 in Vallendar

Anders als in der vorangegangenen Live-in Week im Herbst letzten Jahres hatten die meisten Studierenden des Bucerius/WHU Master of Law and Business weniger Unterricht und daher mehr Zeit, sich am schönen Wetter in Vallendar und gemeinsamen Aktivitäten zu erfreuen. Die Woche begann mit einem Abendessen im Biergarten "Gretchens Garten" am Rhein. Neben den Kursen hörten die MLBs einen Vortrag von Dr. Rob Britton, ehemaliger Marketingdirektor von American Airlines, über Airline Alliances. Im Anschluss gab es die Gelegenheit, den neuen MBA-Jahrgang der WHU kennenzulernen und während einer Präsentation des WHU-Alumni-Vereins InPraxi über eine langfristige Bindung an die beiden Hochschulen nachzudenken. Weitere Höhepunkte der Woche waren eine zweistündige Bootsfahrt auf dem Rhein mit einer anschließenden Stadtführung durch das malerische Boppard, eine Weinprobe sowie ein Abendessen in einer lokalen Bierbrauerei mit typisch regionaler Küche. Insgesamt ließ die Live-in Week viel Zeit für Austausch und Geselligkeit, was in Hamburg aufgrund des intensiven Stundenplans manchmal zu kurz kommt.

Eduardo Otero, Argentinien, MLB Student Class of 2010

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Verschiedenes

Helenes Helfer e.V.

Plattform für die durch Baby Helene geweckte Hilfsbereitschaft gegründet

Im Winter 2009 standen an der Bucerius Law School 5.543 Hamburger im Schnee Schlange, um für die kleine an Leukämie erkrankte Helene einen Knochenmarkspender zu finden. Die einzigartige Organisation der Studierenden machte diesen Tag zu einem unvergesslichen Wintermärchen. Die Welle der Hilfsbereitschaft hatte nicht nur Hamburg erfasst: Deutschlandweit ließen sich bei der Aktion "Hilfe für Helene" rund 25.000 Menschen typisieren. Bis heute konnten dadurch etwa 50 andere Patienten einen Knochenmarkspender finden. Helene verstarb im September 2009 sehr plötzlich. Das anhaltende Mitgefühl der vielen Menschen veranlasste ihre Eltern dazu, den Verein "Helenes Helfer e.V. – Ein Netzwerk für Kinder" zu gründen. Ziel des Vereins ist es, der durch die kleine Helene geweckten Hilfsbereitschaft nun eine dauerhafte Plattform zu geben und die Kraft dieses ungeahnten Netzwerks anderen Kindern in schweren Lebenssituationen zukommen zu lassen.

Der Verein finanziert sich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Die ersten Projekte konzentrieren sich auf die von Krankenkassen nicht bezahlte Musiktherapie, welche für Helene und ihre Eltern eine unschätzbar wichtige Rolle spielte. So unterstützt Helenes Helfer e.V. den musiktherapeutischen Bereich im Tages-Kinderhospiz KinderLeben und finanziert einem sexuell missbrauchten 8-jährigen Mädchen die Musiktherapie bei Dunkelziffer e.V. in Hamburg. Weitere nun folgende Projekte sowie Informationen zur Unterstützung des Vereins finden sich auf www.helenes-helfer.de.

Professor Dr. Marisa Nöldeke, Bucerius/WHU Master of Law and Business Program und Mutter von Helene

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Tierischer Gast auf dem Balkon Süd-Lounge

Schwanenvater rettet Campus-Ente

"Schwanenvater" Olaf Nieß überlegt sich eine Rettungsstrategie
"Schwanenvater" Olaf Nieß überlegt sich eine Rettungsstrategie

Eine Stockente hatte sich in den vergangenen Tagen einen ungewöhnlichen Nistplatz auf dem Campus der Bucerius Law School gesucht und ihr Nest an einem idyllischen, sonnigen Ort gebaut – in einem der frisch bepflanzten Blumenkästen auf dem Balkon der Süd-Lounge in etwa sieben Metern Höhe über der Jungiusstraße. Nachdem sie den Blumenkasten weitgehend von der offenbar störenden Blütenpracht befreit hatte, legte sie dort sechs Eier. Da für die in wenigen Tagen schlüpfenden Jungtiere die potenzielle Gefahr bestand, durch einen Sturz in die Tiefe den Tod zu finden, wurde kurzerhand Hamburgs "Schwanenvater" Olaf Nieß, Revierjagdmeister der Dienststelle für Schwanenwesen, alarmiert.

Am Morgen des 22. Juni 2010 startete dieser seine Rettungsaktion, indem er sich betont unauffällig an das Nest im Blumenkasten mit der brütenden Ente darauf anpirschte. Es folgte ein beherzter Griff von oben zwischen die Flügel der Mutterente, die in Anbetracht dieses Überraschungsangriffs keinerlei Gegenwehr zeigte und sich klaglos in eine Transportbox setzen ließ. Der Schwanenvater stellte danach die sechs Eier sicher und versprach, der Entenfamilie ein neues Nest anzubieten und notfalls die Enteneier der Brutmaschine zu übergeben. Nach nicht einmal zehn Minuten konnte die Rettungsaktion erfolgreich beendet werden. Ob es sich bei der nun zwangsumgesiedelten Ente um "Ebelin", den weiblichen Part des beliebten Campus-Entenpaars handelt, bleibt ungeklärt.

Kirsten Seffer

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Bucerius in the U.S.

How effective is the current patent system for global technological innovation?

Perspectives from the United States and Europe

V.l.n.r.: Nina Smidt, Myles W. Jackson, Dana Beldiman, Regina Oertel, Peter Esser, Joann Halpern
V.l.n.r.: Nina Smidt, Myles W. Jackson, Dana Beldiman, Regina Oertel, Peter Esser, Joann Halpern

On May 5, 2010, American Friends of Bucerius, with the German Center for Research and Innovation and RWTH Aachen University, hosted an event at the UN German House in New York. Dana Beldiman, AFB board member, visiting professor at Bucerius Law School and partner with Carroll, Burdick & McDonough LLP in San Francisco, moderated a panel on the long standing, highly controversial debate on the patent systems in the United States and Europe.

The discussion addressed a variety of relevant issues, including the philosophical questions associated with the patenting of genes; the relationship between exclusive intellectual property rights and technical progress; and the conflict between research collaboration and limited dissemination of knowledge.

German Consul General Dr. Horst Freitag welcomed guests and three knowledgeable speakers on patent issues: Peter J. Esser, a registered patent practitioner and General Counsel in the office of the Representative of German Industry & Trade in Washington, DC; Myles W. Jackson , the Dibner Family Professor of History and Philosophy of Science and Technology at the Polytechnic Institute of New York University, who is currently working on issues of genetic privacy and the effects of intellectual property law and the patenting of human genes on research in molecular biology; and Regina Oertel, Director of Technology Transfer and Research Funding at RWTHA Aachen University in Germany.

Although the event did not offer a solution to the discussion’s question, all panelists agreed that the current system, both in the U.S. and Europe, is functioning well but has room for improvement and unification in which developed and newly developed countries will play a significant role.

Kilian Wegner, Student

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Aus der Stiftung

Asiensymposium zu Ehren Theo Sommers

Theo Sommer (re.) bedankt sich bei Helmut Schmidt
Theo Sommer (re.) bedankt sich bei Helmut Schmidt

Der große Journalist Theo Sommer, Editor-at-Large der ZEIT, ist auch der ZEIT-Stiftung seit ihrer Gründung eng verbunden. Zum 80. Geburtstag ihres Kurators veranstaltete die Stiftung am 9. Juni 2010 das Symposium "Asien im Wandel. How Asia Changes – the World". Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt nannte Theo Sommer zum Auftakt einen "wahren Freund". Und Theo Sommer sprach von einer "hanseatischen Freundschaft", die ihn bis heute präge.

Die Teilnehmer der drei hochrangig besetzten Diskussionsrunden in der Bucerius Law School in Hamburg beleuchteten die vielfältigen gegenwärtigen Herausforderungen Asiens ebenso wie die politischen Handlungsoptionen des Westens. Helmut Schmidt betonte die Notwendigkeit der G-20-Staaten. Der unvergleichliche Wandel Asiens und die rasanten Veränderungen der asiatischen Staaten mache die gemeinsame Lösung globaler Fragen zwingend. Wie Ronnie C. Chan, Vorsitzender der Hang Lung Group Ltd. in Hongkong feststellte, habe Asien viel vom Westen gelernt, der Westen hingegen kaum von Asien. Der weitere Aufstieg Asiens sei gewiss. Das expansionistische, selbstgewisse Europa solle dabei vor allem bedenken: "Wir werden nicht wie ihr!" Ein ausführlicher Bericht ist zu lesen unter www.zeit-stiftung.de/home/index.php

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Termine

Juli

Informationsveranstaltung am 2. Juli 2010, 14.00 Uhr:

Hier erfahren Interessenten alles über das Studium an der Bucerius Law School. Im Anschluss erfolgt eine Führung durch die Hochschule.


Bewerberauswahlverfahren vom 8. bis 10. Juli 2010:

An drei Tagen wird der neue Studierendenjahrgang 2010 ausgesucht. Die 100 besten Bewerber des zweistufigen Auswahlverfahrens bekommen einen Studienplatz an der Bucerius Law School angeboten, den sie dann Mitte September antreten werden.


Bucerius Summer Program vom 18. Juli bis 13. August 2010:

Das Bucerius Summer Program ist ein in englischer Sprache abgehaltener vierwöchiger Intensivkurs über Internationales Wirtschaftsrecht. Er richtet sich an Jurastudenten aus der ganzen Welt.


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August

6. Schülercampus Jura vom 1. bis 7. August 2010:

Auch in diesem Jahr lädt der Schülercampus Jura der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius 50 Gymnasiasten aus ganz Deutschland ein, um das Jurastudium an der Bucerius Law School eine Woche lang hautnah mitzuerleben. Bewerbungsschluss war der 29. März 2010.


Informationsveranstaltung am 6. August 2010, 14.00 Uhr:

Hier erfahren Interessenten alles über das Studium an der Bucerius Law School. Im Anschluss erfolgt eine Führung durch die Hochschule.


Bucerius Summer Program vom 18. Juli bis 13. August 2010:

Das Bucerius Summer Program ist ein in englischer Sprache abgehaltener vierwöchiger Intensivkurs über Internationales Wirtschaftsrecht. Er richtet sich an Jurastudenten aus der ganzen Welt.


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Veranstaltungen der Bucerius Education GmbH

Juli/August

Bucerius Maritime Executive Lectures (Quality Broking) am 2. Juli 2010, 14.00 Uhr:

Die ursprünglich für den 18. Juni 2010 geplante Veranstaltung von Gregor Harbs zum Thema Schiffsarrest und die Regelung der Folgen in Charterparties wurde unter Berücksichtigung der Fußballweltmeisterschaft (Spiel Deutschland – Serbien um 13.30 Uhr) auf den 2. Juli 2010 (14.00 – 18.00 Uhr) verschoben. Dies ist das letzte Seminar vor der Sommerpause. Am 3. September 2010 wird die Veranstaltungsreihe fortgesetzt.


Aktuelles Arbeitsrecht am 1. Juli 2010, 18.00 Uhr:

Am 1. Juli 2010 (18.00 – 20.00 Uhr) informiert Rechtsanwalt Dr. Nils Schramm, Freshfields Bruckhaus Deringer, Hamburg in der Seminarreihe Aktuelles Arbeitsrecht 2010, welche die Bucerius Education GmbH in Kooperation mit HFA (HAMBURGER FACHANWALTSSEMINARE ARBEITSRECHT) anbietet, über das Thema § 613 a BGB, Widerspruchsrecht.


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Externe Veranstaltungen

Unser Haus ist Ihr Haus!

Bucerius Event führt exklusive Veranstaltungen in der Bucerius Law School, im Bucerius Kunst Forum und im Goßlerhaus in Hamburg-Blankenese durch. Das Bucerius Event-Team freut sich über Ihre Anfrage.

Kontakt: Bucerius Education GmbH, Bucerius Conference & Event Management, Jungiusstr. 6, 20355 Hamburg; www.bucerius-event.de, bucerius-event@law-school.de, Tel.: (040) 3 07 06 – 217

– Die Bucerius Education GmbH ist eine Tochter der Bucerius Law School gGmbH –

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Personalien

Okke Drews ist seit dem 15. Juni als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Unternehmensrecht von Herrn Prof. Schmidt tätig.

Silke Möller unterstützt als Finanzbuchhalterin das Team des Rechnungswesens.

Tim Salomon ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Öffentliches Recht II von Frau Prof. König.

Impressum

Bucerius Law School
Hochschule für Rechtswissenschaft
Jungiusstraße 6
20355 Hamburg

Hochschulleitung
Professor Dr. Dres. h.c. Karsten Schmidt (Präsident)
Professor Dr. Michael Fehling, LL.M. (Vizepräsident)
Dr. Hariolf Wenzler (Geschäftsführer)
Benedikt Landgrebe (stellv. Geschäftsführer)

Trägergesellschaft
Bucerius Law School
Hochschule für Rechtswissenschaft gGmbH
Jungiusstraße 6
20355 Hamburg

Geschäftsführung
Dr. Hariolf Wenzler (Geschäftsführer)
Benedikt Landgrebe (stellv. Geschäftsführer)

Sitz der Gesellschaft
Freie und Hansestadt Hamburg
Amtsgericht Hamburg, HRB 75325
Steuernummer: 17/424/06683
USt-Identifikationsnummer (USt-IdNr.): DE212998891

Redaktion und Kontakt
Martina Plieger, Hochschulkommunikation
Justus Duhnkrack, Student 
Thomas Hilburger, Hochschulkommunikation (Design und technische Umsetzung)
Tel.: (040) 3 07 06 – 152
bucerius-newsletter@law-school.de

Newsletter-Abonnement (An- und Abmeldung)
http://subscribe.law-school.de

Fotos
Jacob Hinze, Konstantin Kleine, Kilian Wegner, Bucerius Law School

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