Newsletter der Bucerius Law School – August 2014

Editorial

Dr. Ulrike Pluschke (Direktorin des Zentrums für Studium generale und Persönlichkeitsentwicklung)
Dr. Ulrike Pluschke (Direktorin des Zentrums für Studium generale und Persönlichkeitsentwicklung)

Liebe Freunde der Bucerius Law School,

"Jura Plus" steht für das zentrale Ziel unserer Hochschule, den Studenten neben einem exzellenten Jurastudium auch außerjuristische und persönlichkeitsbildende Inhalte zu vermitteln. Teil dieses ganzheitlichen Bildungskonzepts ist auch das Bucerius Mentoring-Programm – berufserfahrene Praktiker (Mentoren) unterstützen unsere Studenten (Mentees) in ihrer akademischen und persönlichen Entwicklung und tauschen sich mit ihnen zu Themen wie Studiengestaltung, Karriereplanung oder auch den eigenen Lebensentwürfen aus. Dabei knüpft die Hochschule an eine alte Tradition an, denn Mentoring geht zurück auf die griechische Mythologie: In Homers "Odyssee" steht Mentor als Berater dem Sohn von Odysseus, Telemachos, während der langen Abwesenheit des Vaters mit Erfahrung und Rat zur Seite.

Auch heute noch verbindet Mentoring Menschen unterschiedlicher Erfahrungshorizonte. Eine Mentoringpartnerschaft ist dabei für beide Seiten ein Gewinn. Der Mentee erwirbt wichtige Impulse für ein erfolgreiches Berufs- und Privatleben und profitiert von den Erfahrungen des Mentors, seinem Wissen und seinen Kontakten. Der Mentor kann sein persönliches Netzwerk ausbauen, er bekommt einen besonderen Zugang zur nächsten Generation und erhält hierdurch neue Anregungen und Denkanstöße.

Wenn auch Sie sich als Mentor für unsere Studenten engagieren möchten oder Fragen und Anregungen zum Mentoring-Programm haben, wenden Sie sich gern an die Programmkoordinatorin Anna Deluweit: anna.deluweit@law-school.de

Wie ein Blick in diesen Newsletter zeigt, ist unsere Hochschule aber auch weit über das Bucerius Mentoring-Programm hinaus ein Zentrum für interessante Begegnungen und anregenden Austausch – deshalb: viel Freude beim Lesen!

Herzlich

Ihre
Ulrike Pluschke

Nach Oben

BUCERIUS LAW SCHOOL COMMON LAW MOOT 2014

Julia Lotze and Markus Wünschelbaum are our Champions!

The eighth annual Bucerius Law School Common Law Moot competition Grand Final was held on 23 June 2014 and proved to be a riveting event. The competition enables participants to hone their legal analysis and advocacy skills in a formal "courtroom" setting.

Julia Lotze (Senior Appellant) and Markus Wünschelbaum (Junior Appellant) duelled Christoph Saake (Senior Respondent) and Christoph Müller (Junior Respondent) before our panel of judges comprising of Lezel Crook (attorney), Marilyn Richter (legal instructor) and Chris Hirl (attorney), while a large audience was in attendance to witness the event. The level of mooting in this competition was commendable and this was especially the case in the Grand Final. 

The event was followed by a drinks reception where the champions, Julia and Markus, were each handed a cheque for 250 Euro as well as the much coveted Common Law Moot trophy.  Special congratulations to all participants your enthusiasm and dedication is exemplary! Thanks to Shyam Kapila who organised the competition.

Long live the Common Law Moot!

Lezel Crook, Director Foreign Language Communication

Nach Oben

FORSCHUNG UND LEHRE

ARBEITSRECHTLICHER GASTVORTRAG

Gemeinsame Veranstaltung mit Arbeitsrechtsausschuss der UV Nord

Zuhörer während des Vortrags
Zuhörer während des Vortrags

Am 11. Juni 2014 fand in Kooperation zwischen dem Arbeitsrechtsausschuss der Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e.V. (UV Nord) und den Studenten des Schwerpunkts Arbeitsrecht die mittlerweile vierte gemeinsame arbeitsrechtliche Vortragsveranstaltung statt.

Der von Professor Dr. Matthias Jacobs und dem Vorsitzenden des Arbeitsrechtsausschusses, Dr. Gero Dietrich (Drägerwerk AG & Co. KGaA, Lübeck), moderierte Austausch begann mit Vorträgen zur Zurückweisung einer Kündigung nach § 174 Satz 2 BGB von Gesa Isermann (Bucerius Law School) und Judith Hempe (UV Nord). Es folgten Vorträge zur Reichweite des Anspruchs auf ein Arbeitszeugnis von Paulina Holle (Bucerius Law School) und Jörg Lautenbach (UV Nord). In den sich anschließenden Diskussionen fand ein fruchtbarer Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis statt.

Aus studentischer Sicht wurde deutlich, dass gesetzliche Regelungen in der Praxis mehr Schwierigkeiten bereiten können, als es auf den ersten Blick scheint. Für die erfahrenen Mitglieder des wirtschafts- und sozialpolitischen Spitzenverbands war umgekehrt die unvoreingenommene Perspektive der Studenten eine Bereicherung. Die Veranstaltung klang bei Brezeln und Wein aus und wird im nächsten Jahr – dann wieder auf Einladung eines Mitgliedsunternehmens der UV Nord – fortgesetzt.

Barbara Richter, wissenschaftliche Mitarbeiterin

Nach Oben

EXKURSION DES SCHWERPUNKTES ARBEITSRECHT

Studenten zu Besuch bei der Deutschen Lufthansa AG in Frankfurt

Am 17. Juni 2014 lud die Deutsche Lufthansa AG, langjährige Förderin der Bucerius Law School, die Studenten des Schwerpunkts Arbeitsrecht in ihre Konzernzentrale am Frankfurter Flughafen ein.
Nach früher Anreise mit dem Flugzeug präsentierten zunächst einige Studenten die Ergebnisse ihrer Seminararbeiten, wobei tarifrechtliche Fragestellungen im Vordergrund standen. Im Anschluss daran boten die Juristen Robert Müller, Lara Zimmermann und Sarah Klötzer spannende Einblicke in ihren Arbeitsalltag mit den im Konzern vertretenen Berufsgewerkschaften und diskutierten mit den Studenten rund um Professor Dr. Matthias Jacobs über die praktischen Schwierigkeiten bei der Verhandlung von Tarifverträgen.

Wie wird man eigentlich Pilot bei der Lufthansa? Dieser Frage konnten die Studenten nach einem gemeinsamen Mittagessen im Rahmen einer Führung durch das Flight Training Center nachgehen. In dem hochmodernen Komplex bekommen die Piloten die letzten Anleitungen für ihre jeweiligen Flugzeugmuster.
Im Anschluss daran besuchten die Studenten den Wartungs- und Inspektionsbereich des Frankfurter Flughafens, in dem jedes Flugzeug der Lufthansaflotte in regelmäßigen Abständen auf seine Einsatzfähigkeit geprüft wird. Schließlich bot sich vor dem Rückflug nach Hamburg noch die wohl einzigartige Gelegenheit, einmal den Luxus der ersten Klasse hautnah erleben und im Cockpit eines großen Passagierflugzeugs Platz nehmen zu dürfen.

Florian Schulte, Student

Nach Oben

UNABHÄNGIGKEIT IM AUFSICHTSRAT

IUKR veranstaltet die Zweite Christian-Wilde-Gedächtnisvorlesung

V.l.n.r.: Professor Dr. Dr. h.c. mult. Karsten Schmidt, Professor Dr. Michael Hoffmann-Becking, Professor Dr. Rüdiger Veil, Professor Dr. Christoph H. Seibt
V.l.n.r.: Professor Dr. Dr. h.c. mult. Karsten Schmidt, Professor Dr. Michael Hoffmann-Becking, Professor Dr. Rüdiger Veil, Professor Dr. Christoph H. Seibt

Am 12. Juni 2014 erinnerte das Institut für Unternehmens- und Kapitalmarktrecht mit der Zweiten Christian Wilde-Gedächtnisvorlesung an Dr. Christian Wilde. Wilde, der 2004 verstorben ist, war Partner der Anwaltssozietät Freshfields Bruckhaus Deringer LLP und Mitglied der Gründungskommission der Bucerius Law School. An ihn erinnerte Professor Dr. Christoph Seibt, der ihn als präzisen Denker mit Unternehmergeist und einer außergewöhnlichen emotionalen Intelligenz beschrieb.

Im Anschluss fesselte Professor Dr. Michael Hoffmann-Becking, ein Wegbegleiter Christian Wildes, das Auditorium mit seinen Thesen zur Unabhängigkeit des Aufsichtsrats. Er stellte zunächst heraus, dass Unabhängigkeit immer stärker in den Vordergrund rückt. Dabei soll Unabhängigkeit nicht nur vom Vorstand des gleichen oder verbundenen Unternehmens, sondern nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) auch vom beherrschenden Aktionär bestehen. Dies führe zu einer stärkeren Berücksichtigung von Aktionärsminderheiten. Darüber hinaus bezweifelte Hoffmann-Becking, ob die Forderung nach Unabhängigkeit nicht zu sehr im Vorfeld eines Interessenkonfliktes ansetze. Stattdessen plädierte er dafür, diese durch die klassischen aktienrechtlichen Instrumentarien wie Transparenz, Stimmverbote und Mandatsniederlegung in den Griff zu bekommen. In der anschließenden Diskussion wurden insbesondere  die europäischen Pläne zur Stärkung der Aktionärsrechte kritisiert, nach denen größere Geschäfte der Gesellschaft mit nahestehenden Dritten durch die Hauptversammlung zu genehmigen seien. Durch diese Kompetenzverschiebung würde – so ein Teilnehmer – "das Kind mit dem Bade ausgeschüttet". Der Abend schloss mit Brezeln und Wein.

Daniel Klingenbrunn, Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Nach Oben

HAMBURGER FORUM ZUM UNTERNEHMENS- UND FINANZMARKTRECHT

Banken und Unternehmen in der Krise – Prävention, Strukturierung und Abwicklung

Teilnehmer des Forums
Teilnehmer des Forums

Bereits zum achten Mal fand am 13. Juni 2014 das Hamburger Forum des Instituts für Unternehmens- und Kapitalmarktrecht statt, das mit über 120 Teilnehmern wieder sehr gut besucht war. Der Vormittag war durch das europäische Bankenaufsichtsrecht geprägt. Professor Dr. Jörn Axel Kämmerer führte in die neuen Pfeiler der gemeinsamen Aufsicht ein. Ministerialdirigent Dr. Thomas Pötzsch, der für die Finanzmarktregulierung im Bundesministerium der Finanzen zuständig ist, wagte einen vorsichtig optimistischen Blick auf die neue Aufsichtsstruktur zur Abwicklung von Banken. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass in diesen Bereichen auf Wissenschaft und Praxis große Aufgaben zukommen. Der Chefsyndikus der Commerzbank, Günter Hugger, berichtete über die erfolgreiche aber mühsame Restrukturierung unter dem Finanzmarktstabilisierungsbeschleunigungsgesetz (FmStBG). Einen umfassenden Blick auf die Entwicklung von Risikomanagement und Compliance gab Professor Dr. Peter O. Mülbert.

Der Nachmittag war dem Unternehmensprivatrecht gewidmet. Über Sanierungsstrategien vor der Insolvenz berichtete kundig Jochen Wentzler von Deloitte & Touche. Danach gab Dr. Frank Kebekus einen Überblick über die Organ- und Gesellschafterpflichten in der Insolvenz. Abschließend warb Professor Dr. Markus Gehrlein, Richter am Bundesgerichtshof, für die extensive Auslegung der Vorsatzanfechtung. Den Tag beendete ein auch den Titel verdienendes Streitgespräch zwischen Professor Dr. Dr. h.c. mult. Karsten Schmidt und Professor Dr. Georg Bitter zu den Folgen von ESUG (Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen), Suhrkamp und Pfleiderer. Während Bitter die Existenz eines gesellschaftsrechtlichen Instruments im Insolvenzrecht lobte, lehnte Schmidt die Neuerungen als Einzelvollstreckung in der Insolvenz ab.

Daniel Klingenbrunn, Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Nach Oben

DLA PIPER IP LECTURE SERIES

"Biotechnology and Software Patents – Transatlantic Controversies"

Professor Dan L. Burk
Professor Dan L. Burk

Die Bereiche Software und Biotechnologie stellen das Patentrecht seit längerer Zeit vor Schwierigkeiten. Das Center for Transnational IP, Media and Technology Law and Policy (Bucerius IP Center) der Bucerius Law School lud zu diesen spannenden und umstrittenen Themenbereichen Professor Dan L. Burk von der University of California, Irvine School of Law, zu einer DLA Piper IP Lecture am 10. Juni 2014 ein.

Burk ist einer der wichtigsten Experten im US-amerikanischen Patent- und Biotechnologierecht und befindet sich derzeit für einen Forschungsaufenthalt an unserer Hochschule. In seinem Vortrag veranschaulichte er, dass die speziellen Bereiche Software und Biotechnologie im US-amerikanischen Recht teilweise anders behandelt werden als im europäischen Recht, dass aber für die Beurteilung der Patentierbarkeit und der genauen Reichweite des Patentschutzes letztlich auf allgemeine Prinzipien der Informationstechnologie und Informationslogik zurückgegriffen werden könne. Beispielhaft wurde auf Fälle aus der jüngeren Vergangenheit eingegangen, darunter für den Bereich Biotechnologie auf den Fall Monsanto vs. Cefetra vom 6. Juli 2010 (C-428/08), in dem sich der Europäische Gerichtshof mit genmodifizierten Sojabohnen befasste. Für Software-Patente nahm Burk den Standpunkt ein, dass diese über die Anforderungen der Praxis hinausgehen und stattdessen andere Schutzrechte mit kürzerer Wirkdauer und engerem Schutzumfang ausreichen würden. Das Bucerius IP Center bedankt sich bei seinem Gründungspartner DLA Piper für die großzügige Unterstützung.

Constantin Blanke-Roeser, Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Nach Oben

DISSERTATION ABGESCHLOSSEN

Gabriele Buchholtz legt Arbeit zum Streik im europäischen Grundrechtsgefüge vor

V.l.n.r. Professor Dr. Hermann Pünder, Gabriele Buchholtz, Professor Dr. Christian Bumke
V.l.n.r. Professor Dr. Hermann Pünder, Gabriele Buchholtz, Professor Dr. Christian Bumke

Am 17. Juni 2014 hat Gabriele Buchholtz mit einem Vortrag und der anschließenden Aussprache zum Thema "Das Recht auf Vergessen im Internet – eine Herausforderung für den demokratischen Rechtsstaat" ihre Promotion erfolgreich abgeschlossen. Ihre Dissertation verfasste sie zu dem Thema "Streiken im europäischen Grundrechtsgefüge – zum Harmonisierungspotenzial des Art. 6 Nr. 4 ESC in der Anwendung des EGMR und des EuGH". Die Arbeit wurde von Professor Dr. Hermann Pünder, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht einschließlich Europarecht, Verwaltungswissenschaft und Rechtsvergleichung, betreut.

In ihrer Arbeit beschäftigt sich Gabriele Buchholtz mit dem zunehmenden Harmonisierungsdruck der europäischen Grundrechtsregime auf das nationale Streikrecht. Das Streikrecht galt lange Zeit als unantastbarer Bereich des nationalen Rechts, doch mittlerweile hat vor allem der EGMR richtungsweisende Vorgaben gemacht, die eine Abstimmung mit dem nationalen Recht erfordern. Dies gilt insbesondere für den Beamtenstreik. Deutschland steht vor der Frage, ob es seine ausgefeilte Rechtsdogmatik dieser Entwicklung preisgeben kann und will. Vor diesem Hintergrund entwirft Gabriele Buchholtz eine Kollisionsregel für das europäische Grundrechtsgefüge und zeigt am Beispiel des Beamtenstreiks auf, wie die pluralen Rechtsbeziehungen einem harmonischen Ausgleich zugeführt werden können. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass in Deutschland ein funktionsbezogener Beamtenstreik nach Maßgabe des EGMR anzuerkennen ist.

Gabriele Buchholtz ist Absolventin der Bucerius Law School (Jahrgang 2006). Seit Oktober 2013 ist sie Referendarin am Oberlandesgericht Hamburg.

Nach Oben

TRANSATLANTIC LECUTRE SERIES: LIBERALISMUS UND DEMOKRATIE IM ZEITALTER DER GLOBALISIERUNG

Workshop mit dem amerikanischen Liberalismustheoretiker Stephen Holmes

Professor Stephen Holmes
Professor Stephen Holmes

Im Rahmen der Transatlantic Lecture Series fand am 4. Juli 2014 ein Workshop über Liberalismus und Demokratie im Zeitalter der Globalisierung statt. Ausgehend von der Frage, in welchem Verhältnis Liberalismus und Demokratie stehen und wie es ihnen gelingt, den Herausforderungen der Globalisierung zu begegnen, diskutierten ein Dutzend wissenschaftlicher Mitarbeiter und Studierende mit Professor Stephen Holmes. Holmes, nach Zwischenstationen in Yale, Harvard und Princeton seit 2000 Professor an der New York University, gilt als einer der führenden Liberalismustheoretiker. Als fruchtbar im Gespräch erwies sich sein interdisziplinärer Ansatz, juristische neben politikwissenschaftlichen und psychologischen Perspektiven einzunehmen – ein Weg, den zu beschreiten deutschen Rechtswissenschaftlern zuweilen nicht leicht fällt.

Holmes, der in den Siebziger Jahren selbst in Heidelberg studiert hat und fließend Deutsch spricht, gelang es mit seiner im Zugriff analytischen und rhetorisch fesselnden Art, diesen Weg zu ebnen. Inhaltlich standen die modernen Herausforderungen für die Demokratie wie etwa der internationale Terrorismus im Fokus, außerdem die Bedeutung von Informationen, um die effektive Kontrolle von Hoheitsträgern zu ermöglichen. Zu dem Workshop hatten die Hochschule und der Commerzbank Stiftungslehrstuhl Grundlagen des Rechts eingeladen. Es war die erste wissenschaftliche Veranstaltung, die sich vor allem an die wissenschaftliche Mitarbeiterschaft richtete.

Professor Dr. Christian Bumke, Inhaber Commerzbank Stiftungslehrstuhl Grundlagen des Rechts/Jacob Roggon, wissenschaftlicher Mitarbeiter

Nach Oben

ARBEITSRECHTLICHE EXKURSION

Besuch bei ThyssenKrupp Marine Systems GmbH in Kiel

Am 23. Juni 2014 folgte Professor Dr. Matthias Jacobs mit den Studierenden seines Schwerpunktsbereich Arbeit, Wirtschaft, und Soziales einer Einladung von ThyssenKrupp Marine Systems GmbH nach Kiel. Dort wurde den Studierenden gemeinsam mit dem arbeitsrechtlichen Schwerpunkt der Universität Kiel, der von Professor Dr. Stefan Lunk (Latham & Watkins, Hamburg; Honorarprofessor der Universität Kiel) begleitet wurde, Einblicke in den Unternehmensalltag und die Produktpallette des marktführenden Schiffbauunternehmens geboten.

Nach einer Vorstellung des Unternehmens, das 2013 aus der Verschmelzung der ehemaligen Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH und der Blohm+Voss Naval GmbH hervorging, hatten die Studierenden die Möglichkeit, mit dem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Ernst-August Kiel über die alltäglichen invididual- und kollektivarbeitsrechtlichen Herausforderungen des Systemanbieters für U-Boote und Marineschiffe zu diskutieren.

Die Veranstaltung klang in einer Werftsführung, die Gelegenheit zur Besichtigung der in Herstellung befindlicher Schiffe bot, aus.

An dieser Stelle sei sowohl der ThyssenKrupp Marine Systems GmbH als auch Ernst-August Kiel für den eindrucksvollen Tag und die gelungene Betreuung gedankt.

Mary Christina Kurusumuthu, Studentin

Nach Oben

BUCERIUS LAW SCHOOL PRESS

Drei Neuerscheinungen

Die Dissertation von Iris Janina Weber beschäftigt sich mit dem Thema "Die gemeinnützige Aktiengesellschaft". Die Aktiengesellschaft findet trotz ihrer Kapitalmarktausrichtung im Gemeinnützigkeitssektor Verbreitung. Neben der historischen Entwicklung der gemeinnützigen Aktiengesellschaft befasst sich die Arbeit mit der Frage, ob und inwiefern die steuerrechtlichen Anforderungen an eine gemeinnützige Körperschaft mit dem Aktiengesetz, insbesondere mit der im Aktienrecht geltenden Satzungsstrenge, vereinbar sind und welche Gründe und Motive für die Wahl der gAG im Vergleich zu anderen Rechtsformen bestehen können.

Die Arbeit "Fehlerhafte Beschlüsse in der Stiftung bürgerlichen Rechts", eine Dissertation von Jasper Stallmann, geht der Frage nach, welche Rechtsfolgen fehlerhafte Beschlüsse von Stiftungsorganen haben. Sie setzt sich dazu mit der Diskussion im Gesellschaftsrecht sowie den Vorgaben des Bürgerlichen Rechts auseinander und entwickelt aus diesen rechtsformübergreifenden Wertungen und den Spezifika des Stiftungsrechts ein Abgrenzungskriterium, das sie durch Anwendung auf verschiedene Szenarien erprobt. Die Untersuchung behandelt schließlich die prozessuale Geltendmachung von Beschlussfehlern."

"Die österreichische Privatstiftung und die deutsche Familienstiftung als Instrumente der Nachfolgegestaltung" lautet der Titel der Dissertation von Florian Oppel. Stiftungen haben für die Nachfolgegestaltung erhebliche Bedeutung. In Zeiten zunehmender Europäisierung nimmt die Beratungspraxis neben deutschen Stiftungen vermehrt auch ausländische Rechtsformen in den Blick. Hierzu zählt die österreichische Privatstiftung. Inwieweit sie sich für deutsche Stifter zur Nachfolgegestaltung eignet, ist Gegenstand der Dissertation von Florian Oppel, die alle maßgeblichen zivil- und steuerrechtlichen Fragen aufgreift.

Nach Oben

VERANSTALTUNGEN

HSH NORDBANK RUN 2014

Die Hochschule rennt

Teilnehmer des Benefizlaufs
Teilnehmer des Benefizlaufs

Am 21. Juni 2014 fand der jährliche HSH Nordbank Run in der Hafencity Hamburgs statt, der die Initiative "Kinder helfen Kindern" unterstützt. In diesem Jahr nahm die Bucerius Law School bereits zum fünften Mal daran teil und bildete ein gemeinsames Team mit der Kanzlei Watson, Farley & Williams. Die Sozietät unterstütze die Teilnehmer der Hochschule nicht nur mit Team-Trikots, sondern auch personell: Insgesamt gingen sechzig Anwälte und Studenten an den Start.

Überraschend hielt das Wetter am Tag des Laufes, die Regenwolken rissen auf und das Team meisterte die vier Kilometer lange Strecke bei Sonnenschein. Nachdem alle ins Ziel gelangt waren, rundete eine wohlverdiente Stärkung den Tag ab.

Christoph Schoppe, Student

Nach Oben

EINLADUNG DES CAREER SERVICE

Podiumsdiskussion über Fallstricke und Chancen des Einführungspraktikums

V.l.n.r.: Johannes Völcker, Nicola von Tschirnhaus, Carolina Busching, Jan Ehrig
V.l.n.r.: Johannes Völcker, Nicola von Tschirnhaus, Carolina Busching, Jan Ehrig

Am Mittwoch, den 2. Juli 2014, lud der Career Service den jüngsten Jahrgang der Hochschule zu einer Podiumsdiskussion ein, um mit einigen Tipps für das erfolgreiche Bestreiten des Arbeitsalltags des im Sommer anstehenden ersten Pflichtpraktikums vorzubereiten.

"Kann ich die juristischen Herausforderungen erfüllen, obwohl ich erst ein Jahr Jura studiert habe?" oder "Wie finde ich meinen Platz im bestehendem Team?" aber auch "Was ziehe ich am ersten Arbeitstag an?" waren nur drei von vielen Fragen, die die Studenten im Vorfeld ihres Einführungspraktikums bewegten. Im Rahmen der Veranstaltung sollte ein Gespür dafür entwickelt werden, dass neben fachlichen Qualifikationen auch Sozialkompetenz und Kommunikationsfähigkeit notwendig sind, um in der Praxis erfolgreich zu sein. Dazu diskutierte der Carrer Service mit erfahrenen Ausbildern wie Jan Ehrig (Rechtsanwalt und Partner in der Kanzlei Marx Siebert) sowie Nicola von Tschirnhaus (Recruitment Managerin in der Kanzlei Linklaters LLP) über Erwartungen und Anforderungen an die Praktikanten. Andreas Mildner (Jahrgang 2011) sprach auf der anderen Seite des Podiums über seine eigenen Erlebnisse bei ganz unterschiedlichen Praktikumsgebern im In- und Ausland. Verstärkt wurde die Diskussionsrunde durch Johannes Völcker (Absolvent), der das Publikum nicht nur an seinen Erfahrungen der absolvierten Praktika teilhaben ließ, sondern gleichzeitig für das Praktikantenprogramm des Alumi-Vereins begeistern konnte.

Am Ende der Veranstaltung waren die Teilnehmer für die lauernden Fallstricke in der Praxis sensibilisiert, erkannten aber auch die vielfältigen Chancen, die ein Praktikum mit sich bringt. Ebenso ist es den Referenten gelungen, die Freude an einer spannenden und lehreichenen Zeit zu wecken!

Carolina Busching, Leiterin LL.B. Career Service

Nach Oben

SOMMERFEST DER LAW CLINIC

Austausch der Mitwirkenden im Rahmen eines gemeinsamen Nachmittags

Besucher im angeregten Gespräch
Besucher im angeregten Gespräch

Am 18. Juni 2014 fanden sich erstmals Vertreter aller in der Law Clinic engagierter Beteiligten – Studierende der Bucerius Law School (Legal Adviser), Rechtsanwälte, Sozialarbeiter der Diakonie – zu einer gemeinsamen Veranstaltung ein. Den Beginn des Sommerfests, das durch das Organisationsteam initiiert wurde, bildeten Ansprachen zur Entwicklung und den Erfolgen der Institution. Professor Dr. Karsten Thorn, Präsident der Hochschule, und Dr. Hariolf Wenzler, Geschäftsführer, kamen dabei ebenso zu Wort wie Pastor Dr. Tobias Woydack, Vorstand des Diakonie Hilfswerks, und Angela Bähr, Fachbereichsleiterin der Frauen- und Migrationsarbeit der Diakonie. Besonderer Dank für ihre Unterstützung wurde Hartmut Scharmer (Hauptgeschäftsführer der Hanseatischen Rechtsanwaltskammer), Monika Hartges (Leiterin der Öffentlichen Rechtsauskunft) sowie Rolf Hunck (Vorstandsvorsitzender der Hartog-Stiftung) ausgesprochen. Höhepunkt bildete der Dialog von Anna Barrera, wissenschaftliche Mitarbeiterin, und Judith Büschleb (ursprüngliche Initiatorin der Law Clinic), indem die interessantesten und lustigsten Fakten aus den letzten zwei Jahren vorgetragen wurden und unter anderem von einem Beratungstermin berichtet wurde, bei dem die Legal Adviser fälschlicherweise den beratenden Anwalt für den Ratsuchenden gehalten hatten.

Im Anschluss begaben sich Besucher und Organisatoren auf das Campusgelände, wo sie durch ein Konzert der Bucerius Big Band empfangen wurden. Zu Wein und Fingerfood fand schließlich ein reger Austausch zwischen Anwälten, Mitarbeitern der Diakonie und Legal Advisern statt, bei dem unter anderem die geplante Einführung eines Law-Clinic-Curriculums sowie andere Optimierungsvorschläge rund um das Projekt diskutiert wurden.

Antonia von Treuenfeld, Studentin

Nach Oben

STUDIUM GENERALE

KUNST MIT TAYLOR WESSING

Streifzug durch die Galerien der Fleetinsel mit Maja Stadler-Euler

Maja Stadler-Euler mit Studierenden in der Galerie Holger Priess
Maja Stadler-Euler mit Studierenden in der Galerie Holger Priess

Auch im aktuellen Sommertrimester lud Maja Stadler-Euler, Partnerin der Kanzlei TaylorWessing, im Rahmen des Studium generale zu einer Kunstveranstaltung ein. Knapp 20 Studierende trafen sich am 18. Juni 2014 auf der Heiligengeistbrücke, um von dort aus einen Kunststreifzug durch die Galerien an der Admiralitätsstraße zu unternehmen.

Zunächst erzählte Stadler-Euler die Geschichte der Häuser, in denen heute die Kunstgalerien beheimatet sind. Sie waren ehemals von Studierenden und Künstlern besetzt, gehörten der Hansestadt und entgingen nur knapp dem Verkauf an einen Investor. Heute bieten sie mitten in Hamburg auf der Fleetinsel Platz für Kunst. Von der Holger Priess Galerie, wo die junge Künstlerin Nina Kluth Öl und Acryl auf Leinwand ausstellte, ging es weiter in die Galerie Sfeir-Semler, wo Christine Streuli ihre Werke präsentierte. In der Galerie Mathias Güntner hatten die Studierenden schließlich die Gelegenheit, mit dem Künstler Jörg Rode zu sprechen, dessen Ausstellung "Gebrauchte Welt" zu sehen war. Den Abschluss bildete ein Besuch in der Galerie Karin Guenther, wo der Hamburg Künstler Stefan Kern in seiner Ausstellung "Bombette Baguette" entfremdete Taschen aus Aluminium zeigte.

Nach dem Streifzug über die Fleetinsel lud Stadler-Euler die Studierenden auf einen Imbiss in den Marinehof, wo sich die Gelegenheit zu weiteren Gesprächen mit Galeristen ergab.

Samuel Weitz, Student

Nach Oben

HÖRENSWERT

Studierende bedanken sich für die Förderung des Musikprogramms

Die Studierenden sorgten erneut für ein buntes Programm
Die Studierenden sorgten erneut für ein buntes Programm

Mit einem mitreißenden Sommerkonzert bedankten sich die verschiedenen Musik-Ensembles der Bucerius Law School am 25. Juni 2014 bei der Kanzlei Huth Dietrich Hahn für die Förderung des Musikprogramms. Das Konzert begann mit einem Saxophonquartett und Bard Howards’ "Fly me to the moon". Daraufhin begrüßte Dr. Georg A. Wittuhn, Partner bei Huth Dietrich Hahn, das Publikum. Er schaffte es, Fußball mit Juristen zu vergleichen: So zeichneten sich alle dadurch aus, dem Erwartungsdruck stand zu halten und im Team zu arbeiten. Dies stellten die Orchestermitglieder unter Beweis, die unter der Leitung von Christoph Rolfes mit "Lullaby" von George Gershwin und einem Überraschungs-Medley von James-Bond-Melodien begeisterten. Der Chor unter der Leitung von Anke Rentz widmete sich anschließend sommerlichen Stücken von Brahms bis zu den Beatles. Nach der Performance von "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" verließen die Sänger unter anhaltendem Applaus den Moot Court. Schließlich beflügelte die Big Band unter der Leitung von Edgar Herzog mit Klassikern wie "„What a wonderful world"“ von Louis Armstrong und "I want you back" von Berry Gordy das Publikum. Dr. Jörg Peter Strasburger, ebenfalls Partner bei Huth Dietrich Hahn, fühlte sich nach dem Konzert wie bei der "Hauptversammlung des Big-Band-Fanclubs". Voller Begeisterung forderte er Professor Thorn gleich heraus, nächstes Jahr als Bratscher im Orchester mitzuspielen – dann würde er ebenfalls seine Klarinette wieder rausholen. Beim anschließenden Empfang in der Südlounge wurden dafür bestimmt Pläne geschmiedet.

Isabella Naujoks, Studentin

Nach Oben

EINE LITERARISCHE ANNÄHRUNG AN DEN ERSTEN WELTKRIEG

Professor Dr. Wilhelm Krull diskutierte zeitgenössische Texte

V.l.n.r.: Professor Dr. Michael Göring, Dr. Ulrike Pluschke, Professor Dr. Wilhelm Krull, Dagmar Willems, Dr. Christoph Nübel
V.l.n.r.: Professor Dr. Michael Göring, Dr. Ulrike Pluschke, Professor Dr. Wilhelm Krull, Dagmar Willems, Dr. Christoph Nübel

Der Erste Weltkrieg brachte viel Schrecken und Elend, als er vor 100 Jahren in Europa ausbrach – zumindest aus heutiger Sicht. Doch wie nahmen die Menschen damals die gesellschaftlichen, politischen und militärischen Entwicklungen auf und welche Stimmung herrschte in Deutschland, während und nach dem Krieg? Diesem Thema widmete sich die Lesung von Professor Dr. Wilhelm Krull, Literaturwissenschaftler und Generalsekretär der Volkswagenstiftung, der am 18. Juni 2014 im Rahmen des Studium generale ausgesuchte Texte aus der von ihm herausgegebenen Textsammlung "Krieg von allen Seiten: Prosa aus der Zeit des Ersten Weltkrieges" vortrug. Von Egon Erwin Kisch bis Manfred Freiherr von Richthofen – die ausgewählten Texte zeigten verschiedene Reaktionen und Deutungen sowohl deutschsprachiger Literaten als auch einfacher Soldaten, die teils in literarischen Verarbeitungen, teils in Tagebucheinträgen ihre Eindrücke vom Kriegs schilderten.

Anschließend diskutierte der Militärhistoriker Dr. Christoph Nübel, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität Berlin, mit Krull über die Authentizität der Texte und ihre Bedeutung als historische Quellen. Zum Abschluss debattierten Podium und Publikum die Frage, wie und ob man aus der heutiger Sicht aus der Analyse zeitgenössischer Texte lernen und somit heutigen Konfliktanbahnungen reflektierter entgegentreten könne.

Der Abend war Teil der Ringvorlesung "1914 – Deutschland im Taumel: Technische, künstlerische und gesellschaftliche Dimension des Ersten Weltkriegs", die das Studium generale Netzwerk Nord in Kooperation mit der Universität Hamburg ausrichten.

Pablo Cardenal, Student

Nach Oben

MENSCH SEIN

"Was ist wichtig?" – Peter Sperlich gibt seine Antwort

Isabella Naujoks (Jg. 2012) stellt im Gespräch mit Peter Sperlich vertiefende Fragen
Isabella Naujoks (Jg. 2012) stellt im Gespräch mit Peter Sperlich vertiefende Fragen

Zur zweiten Gesprächsrunde der Reihe "Was ist wichtig?" lud am 2. Juli 2014 Professor Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem gemeinsam mit dem Studium generale ein. Peter Sperlich, Präsident des Verwaltungsgerichts Bremen, sprach an diesem Abend mit einem kleinen Kreis von Studierenden über das, was ihm im Leben besonders wichtig ist.

"Die Welt zu verändern" – so lautete Sperlichs Motivation, auch wenn er selbst etwas über diesen Idealismus schmunzelte. Doch im von Isabella Naujoks moderierten Gespräch zog sich dieser Gedanke durch viele seiner Antworten. Nach dem zweiten Staatsexamen arbeitete er zunächst am Verwaltungsgericht und für den Bremer Senat. Bei diesen unterschiedlichen Tätigkeiten habe er viel über seine Vorlieben und Fähigkeiten gelernt. Die anschließende Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Hoffmann-Riem am Bundesverfassungsgericht gab Sperlich dann das Gefühl, noch stärker gestaltend tätig zu sein. Nach dieser für ihn prägenden Zeit ist er auch von seiner jetzigen Tätigkeit sehr angetan: Als Präsident des Verwaltungsgerichts Bremen bietet sich ihm eine Mischung aus der Arbeit mit Menschen und Jura.

Den Schlüssel zum Erfolg sieht er rückblickend in einer Kombination von Leistung und Persönlichkeit. So ermunterte er die Studierenden, nicht nur ergebnisorientiert zu arbeiten, sondern das Leben zu reflektieren und Türen, die sich einem öffnen, mit Enthusiasmus aufzustoßen oder bewusst zu schließen. Man müsse nicht unbedingt einen geradlinigen Lebenslauf verfolgen. Vielmehr regte Sperlich dazu an, sich – auch im Studium – Zeit zum Leben zu nehmen und einfach Mensch zu sein.

Annalena Brokering, Studentin

Nach Oben

VERLEIHUNG DES PHILOSOPHICUMS

Zehn Studenten mit philosophischem Zertifikat ausgezeichnet

Bei Erdbeerbowle wurde weiterphilosophiert
Bei Erdbeerbowle wurde weiterphilosophiert

Für ihre Auseinandersetzung mit den Grundlagen philosophischen Denkens wurden am 18. Juni 2014 zehn Studenten der Bucerius Law School ausgezeichnet. Dr. Ulrike Pluschke, Direktorin des Zentrums für Studium generale und Persönlichkeitsentwicklung, verlieh zusammen mit Verleger Dr. Sven Murmann und Rechtsanwalt Dr. Dr. Kai-Michael Hingst, welche gemeinsam die fachliche Leitung des Ausbildungsbereichs Philosophie innehaben, den Studenten im Rahmen einer kleinen Feier das Philosophicum.

Das philosophische Zertifikat des Studium generale weist ein Grund- und Orientierungswissen in der philosophischen Disziplin aus, das sich die Absolventen im Laufe der vergangenen beiden Jahre erschlossen haben. In Lektürekursen oder Überblicksvorlesungen in jedem Trimester haben die Studenten Gelegenheit, Veranstaltungen aus dem Bereich Philosophie zu besuchen. Murmann und Hingst begrüßen die Entwicklung des Themas Philosophie innerhalb des Studium generale und freuen sich über das anhaltend große Interesse der Studenten. Die hinterfragende Grundhaltung der Philosophie könne den angehenden Juristen als ein Kontrapunkt zum Arbeiten innerhalb eines positivistischen Rechtsverständnisses dienen. Es sei Zeichen einer besonderen Geisteshaltung, sich in diesen beiden so unterschiedlichen Denkwelten zu Hause zu fühlen und die damit einhergehenden Spannungen auszuhalten. Diese Fähigkeit solle die Absolventen des Philosophicums, so der Wunsch der beiden Dozenten, auch in ihrem weiteren Leben begleiten.

Dagmar Willems, Studium generale

Nach Oben

TALK BEI TAYLOR WESSING

Luc Jochimsen über Krieg, Politik, und Respekt in der heutigen Gesellschaft

Dr. Lukretia Jochimsen
Dr. Lukretia Jochimsen

Auch im vergangenen Trimester organisierte das Studium generale wieder den traditionellen Talk bei Taylor Wessing. In Kooperation mit Maja Stadler-Euler, Partnerin der Sozietät, werden interessierte Studierende regelmäßig zu wechselnden Vorträgen in die Räumlichkeiten der Kanzlei geladen.

Am 25. Juni 2014 war Dr. Lukretia "Luc" Jochimsen, ehemalige Chefredakteurin beim Fernsehen des Hessischen Rundfunks sowie frühere Bundestagsabgeordnete der Linkspartei/PDS, zu Gast und berichtete über ihren Werdegang. Ausgehend von einem geschichtlichen Überblick und unter Hinweis auf die eigenen Kindheitserlebnisse während des Zweiten Weltkriegs analysierte die 1936 geborene Publizistin Ursachen aktueller Krisen, Kriege und Konflikte. Sie plädierte für eine pazifistische Grundhaltung und warb ganz allgemein dafür, politisch zu denken und zu handeln. Auch als Mitglied einer Oppositionspartei im Bundestag könne man etwas bewirken, appellierte sie an die Zuhörer. Um ein faires Miteinander in der Politik zu garantieren, sei jedoch gegenseitiger Respekt zwingend erforderlich – dessen Fehlen in der heutigen Gesellschaft sie bemängelte, der aber, so Jochimsen, unabdingbar sei für ein funktionierendes Gemeinwesen.

Antonia von Treuenfeld, Studentin

Nach Oben

STUDIUM PROFESSIONALE

DEIN ARBEITSPLATZ: DIE WELT

Der höhere Auswärtige Dienst stellt sich vor

Dr. Lorenz Barth
Dr. Lorenz Barth

Dr. Lorenz Barth vom Auswärtigen Amt war am 18. Juni 2014 zu Gast in der Bucerius Law School, um im Rahmen des Studium professionale den Auswärtigen Dienst vorzustellen. Derzeit arbeitet er in der Abteilung für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung in Berlin. Ab Juli 2014 wird er als stellvertretender Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Slowakei tätig sein. In seinem Vortrag sprach er über die Perspektiven und Herausforderungen im höheren Auswärtigen Dienst und gab viele spannende Einblicke in das Berufsleben eines Diplomaten. Auf Grund des "Generalistenprinzips" im Auswärtigen Amt sei das Arbeitsfeld breit gefächert: Redeentwürfe, außenpolitische Konzepte sowie protokollarische Arbeit und multilaterales Geschäft gehörten gleichermaßen zu seinen Aufgaben. Außerdem erläuterte Barth das "Rotationsprinzip" im Auswärtigen Amt, das den stetigen Wechsel des Arbeitsplatzes zwischen In- und Ausland sicherstellt. "Reizvoll und vielfältig" sei die international ausgerichtete Laufbahn im Auswärtigen Amt.

Anschließend stellte Barth das schwierige Auswahlverfahren des höheren Auswärtigen Dienstes vor und berichtete von der Ausbildung in der Akademie des Auswärtigen Amtes. Im Anschluss an seinen Vortrag hatten die Studierenden noch Gelegenheit, Fragen zu stellen und Barth gab seinen Zuhörern konkrete Tipps für das Auswahlverfahren.

Samuel Weitz, Student

Nach Oben

BERUFSBILD VERWALTUNGSJURIST

Absolventen berichten von ihrer Arbeit im Öffentlichen Dienst

V.l.n.r.: Mitja Strathmann, Dr. Nadine Yokoi, Paul Gaitzsch und Christina Gassner
V.l.n.r.: Mitja Strathmann, Dr. Nadine Yokoi, Paul Gaitzsch und Christina Gassner

Über Perspektiven und Herausforderungen im Öffentlichen Dienst diskutierten vier Absolventen der Bucerius Law School am 23. Juni 2014 im Rahmen des Studium professionale. Paul Gaitzsch ist Referent der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. Er ist Doktorand der Bucerius Law School und berichtete nun von seiner Arbeit in Bonn. Mitja Strathmann, Referent im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, arbeitet in Kiel und sprach über seine Tätigkeit für das Land Schleswig-Holstein. Christina Gassner ist als Referentin im Bundeskanzleramt für nationale und internationale Sportpolitik tätig. Die Moderatorin der Podiumsdiskussion, Dr. Nadine Yokoi, arbeitete zunächst einige Jahre als Rechtsanwältin, bis sie vor einem Jahr auch den Berufsweg der Verwaltungsjuristin einschlug.

Besonders reizvoll sei für Juristen im Öffentlichen Dienst, dass man schnell viel Verantwortung übernehmen und wichtige Entscheidungsprozesse beeinflussen könne. Außerdem sei das Arbeitsfeld interdisziplinär: Neben juristischen Aufgaben in Gesetzgebungsverfahren spielten auch organisatorische Aufgaben und Konfliktmanagement eine Rolle. Am Ende der Diskussion gingen die vier Verwaltungsjuristen auf die Kriterien im Auswahlverfahren und den Bewerbungsprozess im Öffentlichen Dienst ein. Sie erzählten Anekdoten aus ihrem Verfahren und gaben hilfreiche Tipps aus ihrem Erfahrungsschatz.

Samuel Weitz, Student

Nach Oben

RELATIONS & DEVELOPMENT

CFO CIRCLE MIT ERNST & YOUNG

Hirnforscher Gerhard Roth zu Gast an der Bucerius Law School

Wie entscheide ich am besten? – im Zeichen dieser Frage stand der 8. CFO-Circle am 20. Mai 2014, zu dem Ernst & Young (EY) und die Bucerius Law School Finanzverantwortliche aus Norddeutschland eingeladen hatten. Vor rund 50 Gästen stellte Professor Dr. Dr. Gerhard Roth, Neurobiologe und Professor für Verhaltensphysiologie am Institut für Hirnforschung der Universität Bremen, die zentralen Aspekte seiner neurobiologischen und psychologischen Grundlagenforschung über menschliche Entscheidungen vor.

Begrüßt und eingeführt von Carsten Kniephoff, Partner bei EY, sowie Dr. Hariolf Wenzler, Geschäftsführer der Bucerius Law School, begann Roth mit der These, Stress sei bei Entscheidungen ein wesentlicher Faktor. Er erläuterte zunächst die Korrelation von Leistungsfähigkeit und Stress, die Theorie Rationaler Entscheidungen (“Rational Choice Theory“) und skizzierte alsdann Faktoren, die typischerweise zu einer begrenzten Rationalität bei Entscheidungen führen. Unter Heranziehung der jeweils beteiligten Hirnstrukturen charakterisierte Roth fünf Typen von Entscheidungen mit ihren Vor- und Nachteilen: routinierte, affektiv-impulsive, rein emotionale, logisch-rationale sowie intuitive, aufgeschobene Entscheidungen. Aufgrund ihres einstudierten Verhaltens und unemotionalen Charakters sei die routinierte, automatisierte Entscheidung die beste Entscheidung, wenngleich sie unflexibel gegenüber situationellen Veränderungen sei. Roth bot deshalb einen Katalog von Verhaltensweisen an, die das Umgehen mit komplexen Entscheidungssituationen erleichtern.

Die Diskussion um die Anwendbarkeit seiner Thesen in der unternehmerischen Praxis wurde beim anschließenden Flying Dinner in der Süd-Lounge lebhaft fortgesetzt.

Andrea Leuck-Baumanns, Relations & Development

Nach Oben

Studentisches

FUSSBALLTEAM FEIERT SAISONABSCHLUSS

"BLS Hamburg 01" erreicht achten Platz in der Oberliga

Das Fußballteam der Bucerius Law School
Das Fußballteam der Bucerius Law School

Eine Spielzeit mit Höhen und Tiefen stand die Fußballmannschaft des Hochschulsportvereins "BLS Hamburg 01 e. V." im vergangenen Jahr durch. Nach einem mittelmäßigen Saisonstart durchlebte die Mannschaft im Herbst eine Schwächephase und rückte immer näher an die Abstiegsplätze heran. Überraschend kam es allerdings doch noch zu einem erfolgreichen Endspurt, und nun stehen die Fußballer auf dem achtem Rang im Mittelfeld der Tabelle.

Bereits seit einigen Jahren nehmen die Hochschulsportler in der höchsten Liga des Hamburger Freizeitfußballverbandes am Spielbetrieb teil und messen sich mit anderen Hobbymannschaften. Das Team der Bucerius Law School trainiert einmal wöchentlich und rekrutiert sich aus Studenten, Alumni sowie Teilnehmern des "International Exchange Program". Aufgrund von Trimesterferien, Auslandsaufenthalten und Praktika stehen allerdings selten die gleichen elf Spieler wie in der Vorwoche auf dem Platz und es herrscht große Fluktuation in der Mannschaft.

Den versöhnlichen achten Platz in der Verbandsoberliga sowie das Erreichen der dritten Runde im Pokal des Freizeitfußballverbandes feierten die Studierenden bei Burgern, Bier und einem gemeinsamen Public Viewing des Weltmeisterschaftsvorrundenspiels Brasilien gegen Mexiko. Die beiden Teamkoordinatoren Jakob Ketels (Jahrgang 2012) und Jonas Kraneburg (Jahrgang 2011) dankten ihren Kommilitonen für das Engagement und richteten den Blick auf die kommende Saison: Es gelte, die Spielzeit ohne Abstiegssorgen zu überstehen und einen Platz im oberen Mittelfeld zu belegen.

Samuel Weitz, Student

Nach Oben

LAMPEDUSA IS STILL HERE

Themenabend zum Umgang mit Flüchtlingen

Am 30. Juni 2014 lud die Hochschulgruppe Amnesty International Studierende sowie externe Interessierte zu einer Diskussion über Aufenthalts- und Flüchtlingspolitik ein. Vor vollbesetzten Zuschauerreihen wurde das Thema zwei Stunden lang von verschiedensten Seiten beleuchtet.

Nach einer kurzen Einführung durch die Leiterinnen der Amnesty-Hochschulgruppe, Hannah Vahlefeld und Victoria Kurtenbach, erläuterte Dr. Paulina Starski ausführlich die rechtlichen Grundlagen des Aufenthaltsrechts und ging dabei auf das Verhältnis zwischen Europäischer Menschenrechtskonvention, Grundgesetz, Genfer Konvention und EU-Recht ein. Anschließend kam Dr. Julio Roldán zu Wort, der über seine Flucht aus Peru sowie das Procedere in Deutschland bei seiner Ankunft berichtete. Besonders erinnerte er sich dabei an das Hindernis, dass sämtliche auszufüllenden Formulare ausschließlich auf Deutsch gehalten waren.

Aus anderer Perspektive sprach Jörg Klußmann, Mitarbeiter der Behörde für Inneres. 100 Menschen würden pro Tag in Hamburg Asylantrag stellen – um diesen Anlauf vernünftig bewältigen zu können, wäre deutlich mehr Personal erforderlich. Auch Claudius Brenneisen übte an diesem Abend Kritik, und zwar an den geltenden Gesetzen. Der Rechtsanwalt für Ausländerrecht hält diese zwar nicht für schlecht, dennoch seien sie nicht flexibel genug, um jede Situation zu lösen. Letztendlich sei dies weder aus staatlicher, noch aus Flüchtlingssicht zufriedenstellend. Der Abend endete mit einer lebhaften Fragerunde mit den Zuhörern.

Antonia von Treuenfeld, Studentin

Nach Oben

Verschiedenes

DAS PULVERFASS

Nahost-Experte Dr. André Bank spricht über die aktuelle Lage in Syrien

Dr. André Bank erklärt die Zusammenhänge im Syrien-Konflikt
Dr. André Bank erklärt die Zusammenhänge im Syrien-Konflikt

Seit drei Jahren tobt in Syrien ein verheerender Bürgerkrieg. Das Thema verliert, wie man an der instabilen Lage Iraks sehen kann, indes nicht an Brisanz. Daher lud die Hochschulgruppe "International Coffee Break" am 23. Juni 2014 Dr. André Bank für einen Vortrag zum Thema "Drei Jahre Syrien-Konflikt: Kriegsdynamik und internationale Verflechtung" ein.

Der wissenschaftliche Mitarbeiter am "German Institute of Global and Area Studies" (GIGA) in Hamburg lebte für seine Dissertation selbst einige Monate in Syrien, sodass ihn die aktuelle Lage persönlich sehr berührt. Die ungewöhnlich heftige Eskalation der friedlichen Proteste während des Arabischen Frühlings erklärte er damit, dass Präsident Baschar al-Assad einen Machtwechsel wie in Libyen unbedingt vermeiden wollte. Doch inzwischen schienen die verschiedenen Gruppen nun nicht mehr vorrangig gegen den Diktator, sondern vielmehr gegeneinander zu kämpfen. Ein doppelter Stellvertreterkrieg: Hier würden sowohl regionale Konflikte um die Vormacht im Nahen Osten zwischen Kurden, islamischen Gruppen unterschiedlicher Radikalität und Israel ausgetragen; der westlichen Dominanz in der internationalen Politik stünden außerdem chinesische, russische und iranische Interessen entgegen. Der Konflikt machte bereits neun Millionen Menschen zu Flüchtlingen, wovon drei Millionen im Ausland auf ein Ende des Krieges hofften. Doch eine drastische Wende in der US-amerikanischen Außenpolitik, welche Bank für notwendig hält, sei nicht absehbar.

In der kleinen Runde verstand es Bank, die verschiedenen Interessen und Gruppierungen zu erklären, welche die Situation in Syrien so komplex und aussichtslos machen.

Isabella Naujoks, Studentin

Nach Oben

ORGANHAFTUNG ALS STEUERUNGSELEMENT

Professor Dr. Gerhard Wagner spricht vor breitgefächertem Publikum

Professor Dr. Gerhard Wagner
Professor Dr. Gerhard Wagner

Studenten und berufserfahrene Juristen hatten am 1. Juli 2014 die Gelegenheit, den Ausführungen von Professor Dr. Gerhard Wagner, Professor für Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht und Ökonomik an der Humboldt-Universität zu Berlin, über  die Gestaltung der Verantwortlichkeit von Führungsorganen in Kapitalgesellschaften zu folgen. Der Vortrag Wagners fand auf Einladung des Deutschen Juristentags und der Gesellschaft Hamburger Juristen statt und bildete zugleich den Abschluss der Sommertrimester-Ringvorlesung "Frontiers in Law & Economics".

Leitgedanke Wagners war, dass eine Reform des Organhaftungsrechts darauf zielen müsse, Anreize für ein effizienzsteigerndes und gleichzeitig nachhaltigeres Handeln von Führungspersonen in Unternehmen zu setzen. Dazu sei es erforderlich, das bestehende Organhaftungsrechts zu stärken, indem einerseits die Durchsetzung von Haftungsansprüchen gegen verantwortliche Führungspersonen verbessert und andererseits der Vorstand mit einem Selbstbehalt an den Kosten einer "Directors-and-Officers-Versicherung" beteiligt würde. Demgegenüber sei aber auch eine Begrenzung des Umfangs der Haftung von Unternehmensvorständen notwendig, um keine falschen Anreize zu risiko-aversem Handeln zu setzen.

Die im Anschluss an den Vortrag begonnene Diskussion über die konkrete Umsetzung der Thesen Wagners wird spätestens im Rahmen des 70. Deutschen Juristentags vom 16. bis 19. September in Hannover ihre Weiterführung finden. Dort wird Professor Dr. Wagner eine der Arbeitsgruppen zum selben Thema leiten.

Annalena Brokering, Studentin

Nach Oben

KARRIEREWEGE

Der erste Bucerius-Absolvent wird Partner in einer Großkanzlei

Dr. Jens Wiesner
Dr. Jens Wiesner

Viele Absolventen bleiben mit ihrer Hochschule in Verbindung, engagieren sich neben ihrer beruflichen Entwicklung im Bucerius Alumni e.V. und kümmern sich um die jüngeren Studenten. Das ist nichts Ungewöhnliches. Doch im Falle Dr. Jens Wiesner hat die Alma mater einen besonderen Grund, stolz auf den Alumnus zu blicken: Im Mai 2014 wurde er zum Partner der Sozietät Taylor Wessing ernannt und ist damit der erste Bucerius-Absolvent in dieser Funktion in einer Großkanzlei. Wir gratulieren herzlich!

Wiesner nahm sein Studium im Gründungsjahrgang der Bucerius Law School auf. Nach drei Jahren erwarb er den erstmals vergebenen Bachelor-Degree. Die beiden Staatsexamina legte er 2007 und 2009 in Hamburg ab. Wiesner gehörte auch zum ersten Bucerius-Jahrgang, der ein Trimester an einer Partneruniversität im Ausland studierte. Nach dem Ersten Staatsexamen kehrte er als Master-Student zurück in die USA, an das Chicago-Kent College of Law, um dort sein LL.M.-Studium zu absolvieren. Im Oktober 2009 wurde er an der Bucerius Law School mit einer Arbeit  im Stiftungsrecht zum Dr. jur. promoviert. Seit Dezember 2009 ist Wiesner als Rechtsanwalt für Taylor Wessing in Hamburg tätig. Die Schwerpunkte des Fachanwaltes für Bank- und Kapitalmarktrecht sind komplexe Akquisitions- und Immobilienfinanzierungen und Projektfinanzierungen sowie die Restrukturierung und Sanierung von Unternehmen.

Die Verbindung zur Hochschule hält er auch als Ausbilder von Praktikanten und Referendaren. Mögen ihm viele nacheifern!

Dr. Annette Bärwinkel, Leiterin Alumni Relations

Nach Oben

AUS DER STIFTUNG

"ALLES IST NACH WIE VOR MÖGLICH. NICHTS IST SCHON ZU SPÄT!"

Einladung zum "Zukunftscamp" auf Kampnagel

NSA-Skandal, Schuldenkrise, Erderwärmung, Terrorismus, wachsende Ungleichheit, Kriege um Einflusssphären, Nahrung und Wasser — Krisenphänomene bestimmen unsere Zeit und hinterlassen ein beklemmendes Gefühl der Ratlosigkeit. Müssen wir uns damit abfinden? Ist eine andere Welt noch möglich — oder ist bereits alles verloren? Gemeinsam mit Kampnagel lädt die ZEIT-Stiftung zum dritten
".vernetzt# - Das Zukunftscamp" vom 9. bis 11. Oktober 2014 mit und auf Kampnagel in Hamburg ein.

Motiviert durch die Losung "Alles ist nach wie vor möglich. Nichts ist schon zu spät!" (Henning Mankell) geht es um Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit. Drei Tage Programm mit Vorträgen, Diskussionen, Science Slam, Filmen, Workshops, Tanz und Theater zu
aktuellen Fragen in unserer globalisierten und vernetzten Welt lohnen den Besuch: Keynotes von Stephen Emmott (UK), Andri Magnason (Island), Kurt Biedenkopf, Katja Kullmann u.v.a. Kunstprogramm u.a. mit Ulrich Rasche: "Die kosmische Oktave" und Christian Rizzo: "D’après une histoire vraie".

Programm und Anmeldung (Eintritt frei) unter www.vernetzterleben.de.

Nach Oben

Termine

Veranstaltungen der Bucerius Education GmbH

AUGUST/SEPTEMBER

Bucerius Maritime Executive Lectures am 29. August 2014, 14.00 Uhr

Am 29. August 2014 (14.00 – 18.00 Uhr) stellen sich die Dozenten Dr. Johannes Trost (LEBUHN & PUCHTA) und Kapitän Peter Meyer (Bergungssachverständiger) im Rahmen der Bucerius Maritime Executive Lectures dem Thema „Havarie und Bergung – Schadensmanagement in praktischer und juristischer Hinsicht“.


Bucerius Maritime Executive Lectures am 05. September 2014, 14.00 Uhr

Am 05. September 2014 (14.00 – 18.00 Uhr) referiert der Dozent Dr. Kay Uwe Bahnsen (BLAUM DETTMERS RABSTEIN) zum Thema „Neues deutsches Seefrachtrecht in der Praxis – erste Erfahrungen, Fallstricke und Gegenmittel“.


H•F•A Hamburger Fachanwaltsseminare Arbeitsrecht am 12. Septmber 2014, 13.00 Uhr

Am 12. September 2014 (13.00 – 17:30 Uhr) findet die dritte von vier Veranstaltungen der Kooperations-Seminarreihe H•F•A HAMBURGER FACHANWALTSSEMINARE ARBEITSRECHT statt. Birgit Voßkühler (Landesarbeitsgericht Hamburg) spricht zu „Die Rechtsprechung des LAG Hamburg 2013/2014“ und im zweiten Teil beschäftigt sich Dr. Inés Calle Lambach (ICL Rechtsanwälte) mit dem Thema „Befristung von Arbeitsverhältnissen“.


Bucerius Maritime Executive Lectures am 19. September 2014, 14.00 Uhr

Am 19. September 2014 (14.00 – 18.00 Uhr) steht das Thema „Aktuelle Fallstricke bei der Besteuerung international tätiger Reedereien“ auf der Agenda der Bucerius Maritime Executive Lectures. Die Dozenten sind Andreas Höth und Anja Rodenberg (beide TPW Todt & Partner GmbH & Co. KG).


re:work – Das 1. Job-Forum von emotion und Bucerius Education am 23. September 2014

Was bedeutet heute Erfolg für Frauen? Eine Top-Position? Geld? Eine gute Work-Life-Balance? Oder werden ganz neue Antworten auf diese Frage benötigt? Mit re:work bieten die Zeitschrift emotion und Bucerius Education unter dem Titel „Arbeit neu denken“ ein Forum, welches viel mehr als nur eine weitere Karrieretagung ist.


Externe Veranstaltungen

Unser Haus ist Ihr Haus!

Bucerius Event führt exklusive Veranstaltungen in der Bucerius Law School, im Bucerius Kunst Forum und im Goßlerhaus in Hamburg-Blankenese durch. Das Bucerius Event-Team freut sich über Ihre Anfrage.

Kontakt: Bucerius Education GmbH, Bucerius Conference & Event Management, Jungiusstr. 6, 20355 Hamburg; www.bucerius-event.de, bucerius-event@law-school.de, Tel.: (040) 3 07 06 – 217

– Die Bucerius Education GmbH ist eine Tochter der Bucerius Law School gemeinnützige GmbH –

Nach Oben

Personalien

Samir Buhl wird Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Privatrecht III von Prof. Jacobs.  

Victor Klene, Tim Maciejewski und Jens Theilen werden Wissenschaftliche Mitarbeiter am Lehrstuhl für Steuerrecht von Prof. Weitemeyer.  

Alexander Ulmer wird Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Privatrecht IV von Prof. Faust.  

Kilian Wegner wird Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Strafrecht I von Prof. Rönnau.  

Friederike Wieland wird Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Privatrecht VI von Prof. Schmidt.  

Seit 24. Juli 2014 ist Christian Pothe, selbständiger Kanzleiberater und früherer Managing Partner der Kanzlei Buse Heberer Fromm, Geschäftsführer der Bucerius Education GmbH. Er wird als Interimsgeschäftsführer zunächst bis zum Jahresende bestellt.

Nach Oben

Impressum

Bucerius Law School
Hochschule für Rechtswissenschaft
Jungiusstraße 6
20355 Hamburg

Hochschulleitung
Professor Dr. Karsten Thorn, LL.M. (Präsident, komm.)
Professor Dr. Anne Röthel (Vizepräsidentin)
Dr. Hariolf Wenzler (Geschäftsführer)
Benedikt Landgrebe (stellv. Geschäftsführer)

Trägergesellschaft
Bucerius Law School
Hochschule für Rechtswissenschaft gGmbH
Jungiusstraße 6
20355 Hamburg

Geschäftsführung
Dr. Hariolf Wenzler (Geschäftsführer)
Benedikt Landgrebe (stellv. Geschäftsführer)

Sitz der Gesellschaft
Freie und Hansestadt Hamburg
Amtsgericht Hamburg, HRB 75325
Steuernummer: 17/424/06683
USt-Identifikationsnummer (USt-IdNr.): DE212998891

Redaktion und Kontakt
Ingrid Herzig, Hochschulkommunikation
Thomas Hilburger (technische Umsetzung und Design), Hochschulkommunikation
Annalena Brokering, studentische Redakteurin
Isabella Naujoks, studentische Redakteurin
Antonia von Treuenfeld, studentische Redakteurin
Samuel Weitz, studentischer Redakteur

Tel.: (040) 3 07 06 – 152
bucerius-newsletter@law-school.de

Newsletter-Abonnement (An- und Abmeldung)
http://subscribe.law-school.de

Fotos
Bucerius Law School, Ronald Frommann, Isabella Naujoks, Antonia von Treuenfeld, Samuel Weitz, Annalena Brokering, Christoph Schoppe.

Nach Oben